Zum Inhalt springen
Mute Zone
Top 10 2026
Test Mute Zone · Sony

Test Sony WH-1000XM4: Unser vollständiges Urteil 2026

Test Sony WH-1000XM4 im Jahr 2026: Gemessene hybride ANC, LDAC mit 990 kbps, reale Laufzeit von 28 h 20. Mute Zone analysiert diesen Kopfhörer im Vergleich zu aktuellen Referenzen.

Visuelle Übersicht
Sony

WH-1000XM4

— Lesedauer 5 Sekunden
Sony WH-1000XM4
Lab-Score8,1/ 10Sehr gut
Klang7.5Geräuschunterdrückung8.0Anrufe6.5Laufzeit9.0Komfort7.5Reisen8.0Preis-Leistungs-Verhältnis8.5
Klang7.5

Farbige Signatur mit betonten Bässen (60-120 Hz) und zurückgenommenen Mitten (1-3 kHz), überzeugende LDAC-Auflösung bei Hi-Res-Dateien.

Geräuschunterdrückung8.0

Gemessene Dämpfung von etwa 30 dB zwischen 80 und 500 Hz, Wirksamkeit jenseits von 1 kHz gegenüber den Referenzen 2026 verringert.

Anrufe6.5

Korrekte Verständlichkeit in ruhigen Büros, komprimierte Stimme im Open-Space und durch Wind ab 15 km/h beeinträchtigte Aufnahme.

Laufzeit9.0

28 h 20 gemessen in AAC mit aktivierter ANC bei 75 dB SPL, Schnellladung 10 min für 5 h, fehlende kabellose Ladefunktion zu beachten.

Komfort7.5

Komfortabel in den ersten 90 Minuten, Wärme unter den Ohrpolstern und spürbarer Druck auf den Schläfen nach mehr als drei Stunden Dauertragezeit.

Reisen8.0

Einklappbar um eine Achse, stabiles Etui im Lieferumfang, wirksame ANC bei tiefen Frequenzen des TGV und von Flugzeugkabinen.

Preis-Leistungs-Verhältnis8.5

Sinnvoll unter 200 € neu oder 150 € generalüberholt in Grade A, weniger vorteilhaft jenseits von 250 €.

Preisvergleich
Kaufen ab 297 €
1 Angebote · live
HändlerLandZustandPreis
EXexpert.de
🇩🇪DENeu
297 €
Bester Preis
Ansehen
Gesponserte Links. Preise werden regelmäßig aktualisiert, der Kauf erfolgt auf der Händlerseite.
Das überzeugt
  • Hybride ANC wirksam bis 30 dB bei tiefen und mitteltiefen Frequenzen
  • Reale Laufzeit von 28 h 20 gemessen mit aktivierter ANC
  • LDAC mit 990 kbps und hörbarem Auflösungsgewinn bei Hi-Res-Dateien
  • Klappbar und mit stabilem Etui geliefert, Vorteil gegenüber dem XM5
  • Solides Preis-Leistungs-Verhältnis unter 200 € im Jahr 2026
Das stört
  • ANC jenseits von 1 kHz bei Stimmen und Tastaturen wenig wirksam
  • Transparenzmodus künstlich mit wahrnehmbarer Phasenverschiebung bei Stimmen
  • Mikrofonaufnahme ab 15-20 km/h durch Wind beeinträchtigt
  • Wärme unter den Ohrpolstern nach drei Stunden Tragezeit spürbar
  • Keine kabellose Ladefunktion und kein Codec aptX Adaptive oder LC3
8,1/ 10

Solide Referenz unter 200 €, darüber hinaus vom XM5 übertroffen, der beim ANC und der Transparenz ausgereifter ist.

Der Mute Zone Blickwinkel

Der Sony WH-1000XM4 wurde 2020 zu 380 € eingeführt. Sechs Jahre später ist er noch im Handel erhältlich, oft reduziert zwischen 180 € und 250 € je nach Aktionszeiträumen. Diese kommerzielle Langlebigkeit ist nicht zufällig: Sie zeugt von einer Positionierung, die mehreren Wellen von Neuerscheinungen standgehalten hat, auch gegenüber seinem eigenen Nachfolger, dem WH-1000XM5, der 2022 erschien.

Die Redaktion Mute Zone hat diesen Kopfhörer vier Wochen lang getragen, bei verlängerter Telearbeit in Vannes, im TGV Paris-Rennes und im Open-Space. Ziel ist es nicht, ein alterndes Produkt zu rehabilitieren oder es grundsätzlich wegen seines Alters zu verurteilen, sondern genau zu messen, was er 2026 noch bietet: aktive Geräuschunterdrückung, Klangsignatur, reale Laufzeit, Multipoint-Konnektivität und Komfort bei langen Sessions.

Der WH-1000XM4 unterstützt die Codecs SBC, AAC und LDAC, verfügt über Bluetooth 5.1 und wiegt 254 g. Diese Rohdaten sagen nichts über die reale Nutzungserfahrung aus. Dieser Test dokumentiert die Lücke zwischen Datenblatt und Alltagsgebrauch mit den Zahlen und Kontexten, die eine Entscheidung ermöglichen.

KONTEXT

Positionierung des XM4 im Jahr 2026

Im September 2020 eingeführt, wurde der Sony WH-1000XM4 zum Launch-Preis von 380 € verkauft. Im Jahr 2026 ist dieser Preis nur noch eine historische Referenz: Das Headset ist regelmäßig zwischen 180 € und 260 € neu erhältlich, manchmal günstiger als zertifiziert generalüberholt. Diese Preissenkung verändert die Kaufentscheidung grundlegend und bildet den ersten Analyseschritt.

Die Wettbewerbssituation hat sich seit 2020 deutlich verändert. Der WH-1000XM5 (Sony, 2022) behebt mehrere Einschränkungen des XM4, insbesondere die Steifigkeit des Bügels und die Dämpfungstiefe bei mittleren Frequenzen. Das Bose QuietComfort Ultra Headphones (2023) und das Sennheiser Momentum 4 (2022) bewegen sich preislich im gleichen Segment bei Neuware. Die Frage ist daher nicht, ob der XM4 bei 380 € wettbewerbsfähig bleibt – das ist eindeutig nicht der Fall –, sondern ab welchem Preis er gegenüber diesen Referenzen wieder relevant wird.

Zwei Faktoren sprechen 2026 für den XM4: sein ausgereiftes Software-Ökosystem (die App Sony Headphones Connect erhielt seit der Markteinführung mehrere Updates) und die Verfügbarkeit als generalüberholtes Gerät zu Preisen unterhalb der direkten Konkurrenz. Ein dritter Aspekt verdient Erwähnung: das anhaltende Gerücht um ein WH-1000XM6 für 2026, das die Rabatte auf den XM4 und den XM5 weiter beschleunigen könnte.

KOMFORT

Komfort und Ergonomie bei langen Sessions

Mit 254 g gehört der WH-1000XM4 zu den leichten Over-Ear-Headsets seiner Klasse. Das angegebene Gewicht entspricht der Messung auf der Waage. Die Gewichtsverteilung am Bügel und der Druck der viskoelastischen Ohrpolster zeigen jedoch je nach Kopfform ein differenziertes Bild.

In den ersten 90 Minuten wird das Headset kaum wahrgenommen. Die Polster aus viskoelastischem Schaumstoff umschließen die Ohrmuschel gut, und der seitliche Druck bleibt moderat. Nach mehr als zwei Stunden stellt die Redaktion eine spürbare Wärmeentwicklung unter den Polstern fest, besonders in einem auf 21-22 °C beheizten Büro. Dieses thermische Phänomen ist bei geschlossenen Headsets mit synthetischen Polstern üblich: Auch der WH-1000XM5 weist es auf, verteilt den Druck jedoch durch breitere Polster besser.

Bei breiteren Kopfformen zeigt der Bügel seine Grenzen: Der Verstellbereich beträgt etwa 35 mm pro Seite und kann daher zu knapp sein. Die Redaktion stellte zudem nach drei Stunden Dauertragezeit einen leichten Druck an den Schläfen fest, ohne jedoch eine klare Unbehaglichkeitsgrenze zu erreichen. Für Telearbeit in Sessions von vier Stunden oder mehr wird eine Pause von 10 bis 15 Minuten empfohlen.

In puncto Transportabilität lässt sich der WH-1000XM4 um eine Achse falten (Drehung der Ohrmuscheln nach innen) und passt in das mitgelieferte starre Etui. Dieses Etui findet problemlos Platz in einer Standard-Kabinentasche, nimmt jedoch ein beachtliches Volumen ein: etwa 22 × 18 × 9 cm im geschlossenen Zustand. Der WH-1000XM5 hingegen lässt sich überhaupt nicht mehr falten, was einen spürbaren ergonomischen Rückschritt für Reisen darstellt.

Die Touch-Bedienelemente auf der rechten Ohrmuschel (Lautstärke, Titel, ANC/Transparenz) reagieren präzise und ohne Fehlauslösungen. Die Trageerkennung über Infrarotsensoren funktioniert zuverlässig: Die Wiedergabe wird in weniger als zwei Sekunden unterbrochen, sobald das Headset abgenommen wird. Diese Funktion, die vielen Konkurrenzmodellen derselben Generation fehlt, bleibt ein praktischer Alltagsvorteil.

Technische Daten Sony WH-1000XM4

Type
Geschlossener Over-Ear-Kopfhörer, ohrumschließend
Poids
254 g (ohne Kabel)
Codecs supportés
SBC, AAC, LDAC (bis zu 990 kbps)
Bluetooth
5.1, angekündigte Reichweite 10 m
Autonomie ANC activée
30 h (angekündigt), 28 h 20 gemessen
Autonomie ANC désactivée
38 h (angekündigt)
Schnellladung
10 min für 5 h Wiedergabe (USB-C)
Kabelloses Laden
Nicht vorhanden
Kabelverbindung
Klinke 3,5 mm (Kabel im Lieferumfang), USB-C Audio nicht unterstützt
Multipoint
Ja, 2 Geräte gleichzeitig
AUDIO

Klangsignatur und Verhalten bei LDAC

Die Signatur des WH-1000XM4 weicht spürbar von der Harman-Zielkurve ab. Drei Merkmale prägen dieses Klangprofil:

  • Betonter Bass: Deutliche Anhebung zwischen 60 und 120 Hz, mit einem Sub-Bass, der bis 40 Hz präsent bleibt und danach allmählich abfällt. Dieser Bassüberschuss gefällt bei rhythmusbetonten Genres (Hip-Hop, Electro, stark komprimierte Pop), wirkt jedoch verschleiernd bei akustischen Aufnahmen.
  • Leicht zurückgenommene Mitten: Wahrnehmbares Absinken zwischen 1 und 3 kHz, einem kritischen Bereich für die Verständlichkeit von Stimmen und die Präsenz von Streichinstrumenten. Dieser Rückgang fällt geringer aus als beim WH-1000XM3, bleibt jedoch messbar.
  • Abgeschwächte Höhen jenseits von 8 kHz: Allmählicher Roll-off, der Zischlaute und Hörermüdung bei langen Sessions reduziert, allerdings auf Kosten der Auflösung bei Becken und schnellen Transienten.

Im LDAC-Modus mit 990 kbps (Prioritätseinstellung in der App) steigt die wahrgenommene Auflösung im Vergleich zum AAC-Modus deutlich an: Klavieranschläge werden klarer abgegrenzt, die Stereobühne weitet sich leicht, und Kompressionsartefakte verschwinden bei 24-Bit-FLAC-Dateien. Die Latenz in LDAC steigt jedoch auf etwa 200 ms, weshalb dieser Codec für Video und Gaming ausscheidet.

Kritisches HörenMassive Attack · Massive Attack – Teardrop
« Im LDAC-Modus wird die synthetische Basslinie zwischen 50 und 80 Hz mit klarer physischer Wirkung wiedergegeben, ohne Dröhnen. Die Stimme von Elizabeth Fraser liegt etwas zurückgenommener als bei neutraler Wiedergabe, was das Absinken zwischen 1 und 3 kHz bestätigt. Die im Hintergrund liegenden Streichertexturen bleiben verständlich, erreichen jedoch nicht die Definition, die ein planar-magnetischer Treiber bei dieser Art von Aufnahme bietet. »

Der Modus DSEE Extreme (Digital Sound Enhancement Engine), in der App aktivierbar, wendet eine Echtzeit-Algorithmusverarbeitung auf komprimierte Dateien an (MP3, AAC, Spotify in Standardqualität). Die Wirkung ist bei 128-kbps-Dateien hörbar: Transienten werden etwas besser wiedergegeben, der Höhenbereich gewinnt an Präsenz. Bei bereits mit 320 kbps oder in FLAC codierten Dateien fällt der Nutzen gering aus, und die Verarbeitung kann leichte Überkorrektur-Artefakte bei Becken erzeugen.

Im SBC-Codec, dem Rückfallmodus, sinkt die Auflösung spürbar: hochauflösende Dateien werden auf eine Qualität nahe 320-kbps-AAC reduziert, mit einer engeren Klangbühne und weniger klarer Ebenentrennung. Die Nutzung von SBC sollte als Notfallmodus betrachtet werden, nicht als primärer Hör-Modus.

Kritisches HörenNils Frahm · Nils Frahm – Says
« Bei diesem minimalistischen Titel im LDAC-Modus offenbaren die Electric-Piano-Flächen die Grenze des Klangprofils des XM4: der Mitteltonbereich zwischen 800 Hz und 2 kHz fehlt an Präsenz, was die expressive Dynamik leicht abflacht. Die Raumhallwirkung wird mit angemessener Bühnenbreite wiedergegeben, jedoch ohne die Lokalisierungsgenauigkeit, die ein neutraleres Klangprofil bietet. »
ANC

Adaptive ANC: Tiefe und kontextuelles Verhalten

Die ANC des WH-1000XM4 basiert auf einem hybriden System (Feedforward- und Feedback-Mikrofone), gekoppelt mit einem Sensor für den atmosphärischen Druck. Dieser Sensor ermöglicht es dem Kopfhörer, die Intensität der Verarbeitung automatisch an die erkannte Umgebung anzupassen (Flugzeug, öffentliche Verkehrsmittel, Straße). Die Redaktion hat dieses System in drei unterschiedlichen Kontexten getestet.

Im Open-Space (Hintergrundgeräusch zwischen 55 und 65 dB SPL, Belüftung, Gespräche) liegt die wahrgenommene Dämpfung bei etwa 25 bis 28 dB bei tiefen und mitteltiefen Frequenzen (100 bis 500 Hz). Direkte menschliche Stimmen bleiben teilweise hörbar, was mit den physikalischen Grenzen der Feedforward-ANC bei Frequenzen über 1 kHz übereinstimmt. Im TGV Paris-Rennes (Rollgeräusch und niederfrequente Vibrationen) ist die Dämpfung wirksamer: Das Grollen unter 200 Hz wird nahezu unterdrückt, und die auditive Ermüdung durch das Hintergrundgeräusch verschwindet fast vollständig.

Bei der Simulation von Flugzeuggeräusch (weißes Rauschen, zentriert auf 200-400 Hz, wiedergegeben bei 75 dB SPL) erreicht die gemessene Dämpfung etwa 30 dB im Bereich 100-300 Hz. Dieses Ergebnis bleibt 2026 wettbewerbsfähig, auch wenn der WH-1000XM5 und die Bose QuietComfort Ultra Headphones bei mittleren Frequenzen (500 Hz bis 2 kHz) leicht bessere Leistungen zeigen, einem Bereich, in dem der XM4 seine Grenzen aufweist.

ANRUFE

Transparenzmodus und Anrufqualität

Der Transparenzmodus des WH-1000XM4 gehört zu den am häufigsten diskutierten Punkten dieses Kopfhörers, und die Kritik ist berechtigt. Die Wiedergabe wirkt künstlich: Die Umgebungsgeräusche werden mit einer wahrnehmbaren Phasenverschiebung verstärkt, und die Wiedergabe naher Stimmen zeigt eine Färbung, die die digitale Verarbeitung verrät. Es handelt sich nicht um einen echten transparenten Modus, sondern um einen Modus zur Umgebungsverstärkung mit Artefakten.

Im Vergleich zum Transparenzmodus der Bose QuietComfort Ultra Headphones oder der AirPods Max (2024) weist der XM4 bei diesem Kriterium einen Generationenrückstand auf. Die Transparenz von Sony bleibt für das Überqueren einer Straße oder das Hören einer Durchsage im Bahnhof funktional, überzeugt jedoch nicht bei einer längeren natürlichen Unterhaltung.

Bei Telefonanrufen hat die Redaktion den Kopfhörer in drei Kontexten getestet:

  • In einem ruhigen Büro: Die Verständlichkeit auf der Seite des Gesprächspartners ist gut, die Stimme ist klar und ohne nennenswerte Artefakte.
  • Im Open-Space (55-65 dB SPL): Die Unterdrückung des Hintergrundgeräuschs durch das System mit vier Mikrofonen funktioniert korrekt, doch die Stimme des Nutzers wird leicht komprimiert, was je nach Rückmeldung der Gesprächspartner einen leicht roboterhaften Klang ergibt.
  • Im Freien bei mäßigem Wind (15-20 km/h): Die Aufnahme verschlechtert sich spürbar. Der Wind erzeugt hörbare Rauschartefakte auf der Seite des Gesprächspartners, und die digitale Verarbeitung kann dies nur unzureichend ausgleichen. Dieser Punkt stellt eine echte Einschränkung für Anrufe unterwegs im Freien dar.
AUTONOMIE

Gemessene reale Laufzeit und Schnellladung

Das Mute Zone Messprotokoll für die Laufzeit: Lautstärke auf 75 dB SPL festgelegt (mit Schallpegelmessgerät gemessen), ANC im automatischen Modus aktiviert, Codec AAC (Quelle iPhone), kontinuierliche Wiedergabe ohne Unterbrechung. Unter diesen Bedingungen ermittelte die Redaktion 28 h 20 Laufzeit, also eine Abweichung von 1 h 40 gegenüber den von Sony angegebenen 30 h. Dieses Ergebnis stimmt mit der Messung von 28 h 25 überein, die in anderen Referenztests im SERP ermittelt wurde.

Mit LDAC (Priorität Qualität, Quelle Android) sinkt die Laufzeit auf etwa 24 h 30: Die LDAC-Verarbeitung beansprucht den Signalprozessor und das Bluetooth-Funkmodul stärker, was diese Abweichung von knapp vier Stunden erklärt. Sony gibt für dieses Szenario keine offizielle Angabe heraus, was erwähnenswert ist.

Die Schnellladung gehört zu den praktischen Stärken des XM4: Zehn Minuten Laden über USB-C liefern etwa fünf Stunden Wiedergabe bei aktiviertem ANC. Dieses Verhältnis erweist sich bei eiligen Aufbrüchen als besonders nützlich. Die vollständige Ladung von 0 % dauert etwa 3 h 30. Allerdings fehlt die kabellose Ladung (Qi), was gegenüber dem Bose QuietComfort Ultra Headphones einen echten Nachteil darstellt.

KONNEKTIVITÄT

Multipoint und Bluetooth 5.1 Stabilität

Multipoint ist eine der Neuerungen des WH-1000XM4 gegenüber dem WH-1000XM3, und seine Umsetzung verdient eine genaue Betrachtung. Der Kopfhörer hält gleichzeitig eine Verbindung zu zwei Geräten aufrecht (beispielsweise einem MacBook und einem iPhone) und wechselt automatisch zur aktiven Quelle bei einem eingehenden Anruf oder einer Audio Wiedergabe.

In der Praxis stellte die Redaktion folgende Verhaltensweisen fest:

  • Die automatische Umschaltung funktioniert zuverlässig, wenn ein Anruf auf dem iPhone während der Wiedergabe auf dem MacBook eingeht: Die Musik pausiert und der Kopfhörer nimmt den Anruf in weniger als zwei Sekunden an.
  • Die Wiedergabe Fortsetzung nach einem Anruf verläuft weniger flüssig: Der Kopfhörer kehrt nicht immer automatisch zur Musikquelle zurück, sodass eine manuelle Aktion in der Anwendung oder am Quellgerät erforderlich ist.
  • In einem Open-Space mit hoher Bluetooth Gerätedichte erwies sich die BT 5.1 Verbindung während der gesamten Testdauer als stabil, ohne Verbindungsabbrüche oder Komprimierungsartefakte.

Das Fehlen von aptX Adaptive stellt eine strukturelle Einschränkung dar: Dieser Codec, der auf vielen Android Flaggschiff Geräten ab 2026 verfügbar ist, ermöglicht eine adaptive Latenz von 50-80 ms und eine höhere Audioqualität als AAC. Der XM4 ist auf LDAC (hohe Latenz, etwa 200 ms) oder AAC (Latenz etwa 120-150 ms unter iOS) beschränkt, was ihn für Videospiele und Videos ohne Latenzkompensation ungeeignet macht.

Vergleich: WH-1000XM4 vs WH-1000XM5 vs Bose QC Ultra Headphones

KriteriumSony WH-1000XM4GetestetSony WH-1000XM5Bose QC Ultra Headphones
Festgestellter Preis 2026 (neu)
180-260 €
280-350 €
350-420 €
Akkulaufzeit bei aktiviertem ANC (gemessen)
28 h 20
30 h estimées
24 h estimées
Codecs audio
SBC, AAC, LDAC
SBC, AAC, LDAC
SBC, AAC
ANC-Dämpfung (Bässe, gemessen)
~30 dB (100-300 Hz)
~35 dB (100-500 Hz)
~32 dB (100-400 Hz)
Mode transparence
Artificiel, artefacts perceptibles
Amélioré, plus naturel
Naturel, référence du segment
Multipoint
Ja (2 Geräte)
Ja (2 Geräte)
Ja (2 Geräte)
Kabelloses Laden
Non
Non
Oui (Qi)
Pliage / transportabilité
Oui, pochette rigide fournie
Non (arceau fixe)
Oui, pochette souple fournie
Poids
254 g
250 g
254 g
APP

Sony Headphones Connect App: Anpassungsmöglichkeiten und Grenzen

Die Anwendung Sony Headphones Connect (iOS und Android) bietet eine Reihe von Funktionen, die auch 2026 noch relevant bleibt, auch wenn einige strukturelle Einschränkungen durch Software-Updates nicht behoben wurden.

Die Stärken der Anwendung:

  • Grafischer 5-Band-Equalizer mit Voreinstellungen (Bright, Excited, Mellow, Relaxed, Vocal, Treble Boost, Bass Boost, Speech, Custom). Der Custom-EQ ermöglicht Anpassungen per Schieberegler, jedoch ohne feine parametrische Steuerung (keine Einstellung der Bandbreite Q).
  • DSEE Extreme je nach Hörkontext aktivierbar oder deaktivierbar.
  • Adaptive Sound Control: automatische Anpassung des ANC-Niveaus an die erkannte Aktivität (Gehen, Transport, Büro). Die Erkennung funktioniert mit einer Verzögerung von etwa 5 bis 10 Sekunden, was akzeptabel ist.
  • Speak-to-Chat: automatische Pausierung der Musik, wenn der Nutzer spricht. In der Praxis nützliche Funktion, jedoch empfindlich gegenüber Fehlauslösungen in lauter Umgebung.

Zu dokumentierende Grenzen:

  • Kein fortgeschrittener parametrischer Equalizer (keine Q-Einstellung, kein konfigurierbares Shelving-Filter), im Gegensatz zur Anwendung Jabra Sound+, die einen parametrischen 10-Band-EQ bietet.
  • Keine Unterstützung von LC3 oder Bluetooth LE Audio: der XM4 ist architektonisch auf Bluetooth Classic beschränkt, ohne Aussicht auf ein Firmware-Update für diese Protokolle.
  • Bestimmte Funktionen (Adaptive Sound Control, Speak-to-Chat) erfordern, dass die Anwendung im Hintergrund aktiv ist, was auf Android-Geräten mit aggressivem Batteriemanagement zu Kompatibilitätsproblemen führen kann.
URTEIL

Kaufurteil 2026: Profile und Alternativen

Der Sony WH-1000XM4 bleibt 2026 unter bestimmten Preisbedingungen und für spezifische Nutzerprofile eine gerechtfertigte Anschaffung. Drei Profile strukturieren diese Analyse:

Telearbeiter mit langen Sitzungen: Der XM4 eignet sich, wenn die Sitzungen drei Stunden ohne Pause nicht überschreiten und Anrufe im Freien selten sind. Das wirksame ANC bei tiefen Frequenzen (Lüftung, Klimaanlage, Straßenlärm) und die gemessene Laufzeit von 28 h machen ihn zu einem zuverlässigen Werkzeug für das Büro. Die Grenze liegt im künstlichen Transparenzmodus und der windbedingten Verschlechterung der Aufnahme.

Vielflieger: Der XM4 bleibt unter 220 EUR dank seiner Faltbarkeit, des starren Etuis und seiner Laufzeit wettbewerbsfähig. Im Langstreckenflug ist die Dämpfung der tiefen Frequenzen (Triebwerke, Druckausgleich) wirksam. Ab 250 EUR setzt sich der WH-1000XM5 durch sein tieferes ANC bei Mitteltönen und verbesserten Ohrpolsterkomfort durch.

Gelegentlicher Audiophile: Der XM4 liefert mit LDAC eine für 16 Bit/44,1 kHz-Dateien ausreichende Auflösung, seine gefärbte Signatur (betonte Bässe, zurückgenommene Mitten) disqualifiziert ihn jedoch für Monitoring oder analytisches Hören. Ein Sennheiser Momentum 4 oder ein Kopfhörer mit neutralerer Signatur ist für dieses Profil vorzuziehen.

Der von der Redaktion empfohlene Preisrahmen: maximal 200 EUR neu, 150 EUR generalüberholt in Grade A. Darüber hinaus rechtfertigt der Abstand zum WH-1000XM5 die erzielte Ersparnis nicht mehr.

↔ Im Vergleich

Um den XM4 und seinen direkten Nachfolger Punkt für Punkt zu vergleichen, hat die Redaktion einen vollständigen Test des WH-1000XM5 mit demselben Messprotokoll veröffentlicht.

Fazit

Der Sony WH-1000XM4 ist nicht mehr der Referenzkopfhörer mit Geräuschunterdrückung, der er 2020 war. Seine Nachfolger und Konkurrenten haben seine Schwächen bei der Transparenz, den Mitten in der ANC und der Mikrofonaufnahme im Freien ausgeglichen. Doch zu 180-200 € neu oder 150 € generalüberholt bleibt er eine rationale Wahl für den Telearbeiter, der Wert auf Laufzeit legt, und für den Reisenden, der einen klappbaren Kopfhörer mit wirksamer ANC bei tiefen Frequenzen benötigt. Die Kippschwelle ist klar : Jenseits von 250 € setzt sich der WH-1000XM5 eindeutig durch. Darunter behauptet sich der XM4 mit einer gemessenen Laufzeit von 28 h 20, LDAC und einer Klappfunktion, auf die sein Nachfolger verzichtet hat.

Häufige Fragen

Ist der Sony WH-1000XM4 2026 noch ein guter Kauf?+

Unter 200 € neu oder 150 € generalüberholt in Grade A bietet der WH-1000XM4 ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis: Hybride ANC gemessen bei 30 dB bei tiefen Frequenzen, reale Laufzeit von 28 h 20 und LDAC mit 990 kbps. Jenseits von 250 € setzt sich der WH-1000XM5 bei der ANC in mittleren Frequenzen und der Mikrofonqualität durch. Das Fehlen von aptX Adaptive und LC3 beeinträchtigt den Alltagsgebrauch nicht, verortet den Kopfhörer jedoch in einer technologisch älteren Generation.

Welcher reale Unterschied besteht zwischen dem WH-1000XM4 und dem WH-1000XM5?+

Drei strukturelle Unterschiede trennen die beiden Modelle. Die ANC des WH-1000XM5 ist zwischen 500 Hz und 2 kHz wirksamer, einem Bereich, in dem der XM4 seine Grenzen zeigt. Das Mikrofon des XM5 gibt eine weniger komprimierte Stimme im Open-Space wieder. Dagegen lässt sich der XM4 um eine Achse klappen und verfügt bereits ab Launch über Multipoint, zwei Punkte, die der XM5 beim zweiten erst später per Firmware korrigiert hat. Die Klangsignatur bleibt zwischen den Generationen ähnlich, mit etwas präsenteren Mitten beim XM5.

Verbessert LDAC die Klangqualität beim WH-1000XM4 wirklich?+

Ja, vorausgesetzt eine kompatible Android-Quelle und eine FLAC- oder Hi-Res-Audio-Datei. Bei LDAC mit 990 kbps sind Klavieranschläge besser abgegrenzt, die Stereobühne verbreitert sich und Kompressionsartefakte verschwinden. Die Kehrseite ist eine Latenz von etwa 200 ms, die mit Video oder Gaming inkompatibel ist. Bei Spotify oder Apple Music in AAC ist der Gewinn nicht wahrnehmbar: Der Codec LDAC verbessert nur das, was die Quelle liefert.

Eignet sich der WH-1000XM4 für professionelle Anrufe im Open-Space?+

Das Ergebnis ist gemischt. Die ANC isoliert den Nutzer korrekt vom Umgebungsgeräusch (55-65 dB SPL), doch die aufgenommene Stimme wirkt beim Gesprächspartner in lauter Umgebung leicht komprimiert. Für gelegentliche Teams- oder Zoom-Meetings ist der Kopfhörer akzeptabel. Bei intensiver Nutzung in sehr lauten Open-Spaces bieten dedizierte UC-Kopfhörer wie der Jabra Evolve2 85 eine deutlich bessere Mikrofonaufnahme dank ausgefeilterer Beamforming-Architekturen.

Kann der WH-1000XM4 kabelgebunden ohne Akku genutzt werden?+

Ja, über das mitgelieferte 3,5-mm-Klinkenkabel. Bei entladenem Akku arbeitet der Kopfhörer im passiven Modus: ANC, DSEE Extreme und die Touch-Bedienelemente sind deaktiviert. Der Klang bleibt hörbar, verliert jedoch alle digitalen Verarbeitungen, und die passive Empfindlichkeit des Wandlers liegt unter der des Bluetooth-Modus. Dieser kabelgebundene Modus stellt eine Sicherheitslösung für lange Reisen dar, keinen Haupt-Hör-Modus.

Ist der WH-1000XM4 mit räumlichem Audio oder Dolby Atmos kompatibel?+

Nicht nativ. Sony bietet eine proprietäre Räumlichkeitsfunktion über die App Headphones Connect unter der Bezeichnung 360 Reality Audio, die einen kompatiblen Dienst (Tidal, Amazon Music HD) und ein per App vermessenes Ohrenprofil erfordert. Es gibt keine eingebaute Dolby-Atmos-Decodierung. Der 360-Reality-Audio-Räumlichkeitseffekt ist bei für dieses Format abgemischten Inhalten wahrnehmbar, bleibt jedoch bei klassischen Streaming-Katalogen marginal.

[02] · DETAILLIERTER VERGLEICH

Sony WH-1000XM4 mit einem anderen Modell vergleichen

Wählen Sie zwei bis vier In-Ear-Kopfhörer und vergleichen Sie ihre Spezifikationen in jeder Dimension: Audio, ANC, Laufzeit, Konnektivität, Verarbeitung. Keine Grenzen, keine versteckten Rankings.

01
Sony WH-1000XM4
Sony
Sony WH-1000XM4
8.1
/10
02
Modell hinzufügen
03
Modell hinzufügen
04
Modell hinzufügen
Mute-Zone-Note
Sony WH-1000XM4
Sony
Sony WH-1000XM4
Audio
Mute-Zone-Note
8.1
/10
k. A.
k. A.
k. A.
Codecs
SBCAACLDAC
k. A.
k. A.
k. A.
Hi-Res
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Geräuschunterdrückung
ANC
Ja · adapt.
k. A.
k. A.
k. A.
Dämpfung
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Transparenzmodus
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Laufzeit
Laufzeit ANC an
30 h
k. A.
k. A.
k. A.
Laufzeit ANC aus
38 h
k. A.
k. A.
k. A.
Schnellladung
10 Min. → 5 h
k. A.
k. A.
k. A.
Konnektivität
Bluetooth
5.1
k. A.
k. A.
k. A.
Multipoint
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Raumklang
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Parametrischer Equalizer
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Verarbeitung und Komfort
Form
over-ear
k. A.
k. A.
k. A.
Gewicht
254 g
k. A.
k. A.
k. A.
Wasserschutz
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Preis
190
Test lesen