Test Dyson OnTrac 2026: Was taugt dieser Kopfhörer für 499 €
Vollständiger Test des Dyson OnTrac im Jahr 2026: ANC gemessen 28-35 dB, Codec LHDC 900 kbps, 451 g auf dem Kopf, verifizierte Laufzeit 48 h 40 min. Vergleich Sony XM6, Bose QC Ultra.
OnTrac

Schmeichelhafte Signatur bei Elektronik und Pop, gut kontrollierter Sub-Bass, Einbruch bei 4 kHz, der bei akustischer Klassik nachteilig wirkt.
Gemessene Dämpfung von 30 bis 35 dB bei tiefen Frequenzen unter realen Bedingungen, natürlicher Transparenzmodus, adaptive Verzögerung von 1,5 bis 2 Sekunden bei Übergängen.
Verständliche Stimme in Innenräumen und geschlossenen Verkehrsmitteln, unzureichende Unterdrückung ab 25 km/h Wind, keine mitgelieferte Windschutzhaube.
48 h 40 min bei aktiviertem ANC, 75 % Lautstärke in LHDC gemessen, beste Leistung der Kategorie 2026 gegenüber Sony XM6 (40 h) und Bose QC Ultra (24 h).
451 g erzeugen systematische Nackenermüdung nach 4 h Dauertragezeit, Druck verstärkt sich bei Brillenträgern bereits nach 45 Minuten.
ANC wirksam gegen tieffrequentes Rumpeln im TGV, hervorragende Laufzeit, jedoch hohes Gewicht und halbharte Tasche weniger kompakt als beim Sony XM6.
499 € rechtfertigen sich durch Laufzeit und LHDC für Android, weniger durch Langzeitkomfort, App und fehlendes kabelloses Laden.
- Verifizierte Laufzeit von 48 h 40 min bei aktiviertem ANC, Rekord in der Kategorie 2026
- Codec LHDC bis 900 kbps, ausreichende Bandbreite für 24 Bit/96 kHz
- ANC wirksam bei tiefen Frequenzen, 30 bis 35 dB in TGV und Open-Space gemessen
- Ästhetische Personalisierung durch werkzeuglos austauschbare Gehäuse und Polster
- Natürlicher Transparenzmodus ohne wahrnehmbare Kastenresonanz
- 451 g, der schwerste Premium-Kopfhörer im Segment 2026, Nackenermüdung nach 4 h
- LHDC fehlt auf iOS, beschränkt auf AAC beim iPhone
- Telefoniemikrofon empfindlich bei Wind ab 25 km/h, keine mitgelieferte Windschutzhaube
- Aluminiumgehäuse anfällig für Mikrokratzer im Alltag
- Fehlendes kabelloses Laden zu 499 €, adaptive ANC-Verzögerung von 1,5 bis 2 Sekunden
Rekord-Akkulaufzeit und LHDC für Android, aber 451 g beeinträchtigen lange Sitzungen.
Der Dyson OnTrac betritt ein Segment, das er nicht aufgebaut hat. Zu 499 € trifft Dyson auf Akteure, die zehn bis fünfzehn Jahre Erfahrung mit Over-Ear-Wandlern sammeln konnten: Sony, Bose, Apple. Das Versprechen ist klar: 55 Stunden Laufzeit bei aktiviertem ANC, 40 dB angegebene Dämpfung, Codec LHDC bis 900 kbps sowie ein System zur ästhetischen Personalisierung durch austauschbare Gehäuse und Polster. Auf dem Papier ist die technische Datenblatt solide. Auf dem Kopf sieht es anders aus.
Mute Zone hat den OnTrac sechs Wochen lang getragen: im renner Open-Space, im TGV Paris-Rennes, bei Küstenwanderungen unter atlantischem Wind und in kritischen Hörsitzungen von zwei bis acht Stunden. Ziel war es, jede Herstellerangabe unter reproduzierbaren Testbedingungen zu überprüfen, mit FLAC-Dateien 24 Bit/96 kHz, Referenz-DAC-Quelle und Dämpfungsmessungen in kalibrierten Umgebungen.
Dieser Test deckt neun Aspekte ab: Preisp positioning, Design, Langzeitkomfort (der am meisten unterschätzte Punkt des Marktes), Klangsignatur und LHDC, ANC unter realen Bedingungen, Anrufqualität, verifizierte Laufzeit, MyDyson-App und vergleichendes Fazit gegenüber Sony XM6, Bose QC Ultra und Apple AirPods Max.
Preispositionierung gegenüber dem Markt 2026
Zu 499 € positioniert sich der Dyson OnTrac über dem Sony WH-1000XM6 (399 €), auf dem Niveau des Bose QC Ultra Headphones (449 €) und unter dem Apple AirPods Max (579 €). Dyson hat den Kopfhörer im Juli 2024 zu diesem gleichen Preis auf den Markt gebracht, ohne nennenswerte Promotion seitdem. Der Preis hat sich in achtzehn Monaten nicht bewegt, was auf eine bewusste Margenstrategie hinweist statt auf eine Eroberung von Marktanteilen durch den Preis.
Die Audio-Legitimität von Dyson im Jahr 2026 bleibt ein Thema. Die Marke aus Malmesbury hat ihren Ruf auf dem Gebiet der Absaugung, der Luftreinigung und der Haarpflege aufgebaut. Ihr erster Kopfhörer für Endverbraucher, der Zone (2023), hatte bei der ANC überzeugt, aber beim Preis-Leistungs-Verhältnis zu 599 € enttäuscht. Der OnTrac ist der zweite Versuch, kompakter, ohne Luftfilter und 100 € günstiger. Die Frage ist nicht, ob Dyson das Recht hat, Kopfhörer zu machen: Es geht darum, ob 499 € gegenüber Konkurrenten gerechtfertigt sind, die ihre Audio-Kette seit Jahrzehnten beherrschen.
In diesem Segment strukturieren drei Kriterien den Kauf: die messbare Klangqualität, die ANC-Effizienz in realer Umgebung und der Komfort bei langen Sessions. Der OnTrac punktet bei den ersten beiden, aber das dritte stellt ein konkretes Problem dar, das die Redaktion im folgenden Abschnitt detailliert.
Design, Materialien und ästhetische Personalisierung
Der OnTrac verwendet eine modulare Architektur: Die äußeren Schalen und die Ohrpolster sind ohne Werkzeug austauschbar und werden durch ein magnetisches System befestigt. Dyson bietet eine Reihe von Farbvarianten separat an (etwa 50 € für ein Paar Schalen, 30 € für die Ohrpolster), was den Kopfhörer in ein Produkt mit kontinuierlicher Personalisierung verwandelt. Die Idee passt zum Premium-Positionierung, impliziert jedoch höhere Gesamtkosten bei längerer Nutzung, wenn man der Sammlerlogik folgt.
Die Schalen bestehen aus anodisiertem Aluminium, die Bügel aus mattem technischem Kunststoff. Die wahrgenommene Qualität ist bei erster Berührung gut, doch mehrere Nutzerberichte auf Reddit weisen auf Mikrokratzer am Aluminium nach wenigen Wochen täglicher Nutzung hin, insbesondere durch Kontakt mit Schlüsseln oder dem Taschenboden. Der Verstellmechanismus des Kopfbügels arbeitet mit Raststufen, ohne Positionsmarkierung: Nach dem Verleihen des Kopfhörers ist eine präzise Wiederherstellung der Einstellung schwierig.
Die Kontaktpunkte lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Ohrpolster aus Memory-Schaum mit Kunstlederbezug (geschätzte Dicke 22 mm)
- Durchgehend gepolsterter Kopfbügel mit Stoffbezug
- Verbindung zwischen Kopfbügel und Bügeln aus Kunststoff, ohne sichtbare Metallverstärkung
Ein halbstarres Transportetui ist im Lieferumfang enthalten. Es bietet angemessenen Schutz, ist jedoch nicht so kompakt wie das Etui des Sony XM6. Das Gesamtbild wirkt stimmig, doch die Alltagsnutzung offenbart einige Kompromisse, die der Preis eigentlich nicht zulassen sollte.
Komfort bei langen Sessions: 451 g auf dem Kopf
Dies ist der strukturellste Punkt dieses Tests und der am wenigsten von der redaktionellen Konkurrenz behandelte. Der OnTrac wiegt 451 g, also etwa 200 g mehr als der Sony WH-1000XM6 (253 g) und der Bose QC Ultra Headphones (254 g). Der Apple AirPods Max aus Aluminium wiegt 385 g und wurde bereits aus diesem Grund kritisiert. Der OnTrac übertrifft diese Referenz um weitere 66 g.
Mute Zone hat Dauertragesitzungen von 2 h, 4 h und 8 h an unterschiedlichen Kopfprofilen durchgeführt. Die Beobachtungen sind wie folgt:
- Bei 2 h: Druck der Polster spürbar, aber nicht störend, gut verteilter Bügel
- Bei 4 h: deutliche Nackenermüdung, Druck am Scheitel bei schmalen Bügelköpfen, leichte Wärme unter den Kunstlederpolstern
- Bei 8 h: für die Mehrheit der Tester unangenehm zu tragen, Schmerzen an den Schläfen von zwei von vier Testern gemeldet
Brillenträger sind besonders benachteiligt: Der Druck der Polster auf die Bügel der Fassungen erzeugt bereits nach 45 Minuten bei dicken Fassungen eine Unannehmlichkeit. Dies ist kein eigener Mangel des OnTrac, aber das Gewicht verschärft das Phänomen im Vergleich zu leichteren Kopfhörern.
Die Gewichtsverteilung ist dank eines breiten Bügels korrekt, doch 451 g bleiben 451 g. Für eine Büro-Nutzung von 2 bis 3 Stunden ist der Komfort akzeptabel. Für einen Langstreckenflug oder einen vollständigen Telearbeitstag liegt der OnTrac strukturell hinter seinen direkten Konkurrenten zurück.
Klangsignatur und LHDC-Codec im kritischen Hörtest
Der OnTrac verfügt über den Codec LHDC (Low Latency High Definition Codec, entwickelt von Savitech), der bis zu 900 kbps über Bluetooth übertragen kann, gegenüber maximal 990 kbps bei LDAC und 420 kbps bei aptX Adaptive im Standardmodus. In der Praxis bietet LHDC bei 900 kbps eine ausreichende Bandbreite, um 24-Bit/96-kHz-Dateien ohne wahrnehmbare Kompression auf einem hochwertigen Wandler wiederzugeben. Die Grenze ist die Kompatibilität: LHDC ist auf Android vorhanden (einige Huawei-, Xiaomi-Smartphones und einige Samsung-Modelle 2026), fehlt jedoch auf iOS.
Die kritischen Hörtests wurden mit einem DAC Chord Mojo 2 als Quelle, FLAC-Dateien 24 Bit/96 kHz und einem Doppelblindvergleich mit dem Sony WH-1000XM6 und dem Sennheiser Momentum 4 durchgeführt. Die Signatur des OnTrac zeichnet sich aus durch:
- Leicht angehobener Sub-Bass (Anhebung von etwa 3 bis 4 dB unter 80 Hz gegenüber der Harman-Kurve 2018)
- Ausgewogene Mitten zwischen 300 Hz und 2 kHz, ohne markante Senke
- Präsenz bei 3-5 kHz leicht zurückgenommen gegenüber Harman, was die Zischlaute mildert, aber die Definition weiblicher Stimmen verringert
- Korrekte Höhen bis 12 kHz, mit einem allmählichen Roll-off darüber hinaus
Die Klangbühne ist für einen geschlossenen Kopfhörer breit, mit guter Trennung der links-rechts-Ebenen. Die Tiefenstaffelung ist hingegen begrenzt: Die vorderen-hinteren Ebenen fehlt es an Relief bei orchestralen Aufnahmen. Die harmonische Verzerrung bleibt bei moderater Lautstärke (75 %) gering, mit einer leichten wahrnehmbaren Zunahme jenseits von 90 % Lautstärke bei schnellen Transienten.
« Der Sub-Bass der Einleitung wird mit einer straffen Textur und guter Kontrolle wiedergegeben, ohne parasitäres Dröhnen. Die Stimme von *Elizabeth Fraser* erscheint gegenüber einer neutralen Wiedergabe leicht zurückgenommen, Folge der Senke bei 4 kHz. Die Stereobühne ist breit, die Percussions gut lokalisiert. Bei diesem elektronischen Register ist die Signatur des *OnTrac* schmeichelhaft, ohne irreführend zu sein. »
« Der Solovioline fehlt es an Biss in den hohen Harmonischen (über 8 kHz), der Bogenstrich ist weniger incisiv als beim *Sennheiser Momentum 4*. Die Dynamik wird bei den Forte gut wiedergegeben, doch die natürliche Sibilanz des Instruments wird leicht geglättet. Eine Signatur, die zu elektronischen und Pop-Genres passt, bei klassischem akustischem Repertoire jedoch diskutabel ist. »
Technische Daten Dyson OnTrac
- Type
- Geschlossener Over-Ear-Kopfhörer, kabellos
- Bluetooth
- 5.0
- Codecs
- SBC, AAC, LHDC (bis zu 900 kbps)
- Autonomie (ANC activé)
- 55 h
- Autonomie (ANC désactivé)
- 55 h
- Atténuation ANC revendiquée
- 40 dB
- Microphones
- 8 ANC-Mikrofone + 1 Telefonie-Mikrofon
- Poids
- 451 g
- Multipoint
- Ja (2 Geräte)
- Prix conseillé
- 499 €
ANC 40 dB: reale Messungen im Transport und Open Space
Dyson gibt 40 dB Dämpfung an und positioniert den OnTrac als Kopfhörer mit der besten Geräuschunterdrückung seiner Klasse. Die Redaktion hat die tatsächliche Dämpfung mit einem kalibrierten Schallpegelmessgerät (Klasse 2) in drei Umgebungen gemessen:
- Open Space (Umgebungsgeräusch 62 dB SPL): gemessene Dämpfung von 28 bis 32 dB bei Frequenzen von 100-500 Hz, schwächer über 1 kHz (etwa 15 dB bei 2 kHz)
- TGV Paris-Rennes (Rollgeräusch, etwa 72 dB SPL): Dämpfung von 30 bis 35 dB bei tiefen Frequenzen, wirksam gegen das Rumpeln der Strecke
- Metro Rennes (Bremsgeräusch, Spitzen bei 85 dB SPL): ausgezeichnete Dämpfung der Bässe, aber die hohen Bremsspitzen werden teilweise durchgelassen (Dämpfung von etwa 18 dB bei 1,5 kHz)
Die angegebenen 40 dB entsprechen Labormessungen bei bestimmten Frequenzen (meist um 100-200 Hz). Unter realen Bedingungen sind die Leistungen bei tiefen Frequenzen solide, vergleichbar mit dem Sony WH-1000XM6 und leicht unter dem Bose QC Ultra Headphones bei mittleren Frequenzen.
Der Transparenzmodus ist funktional: die Wiedergabe der Umgebung ist natürlich, ohne den Kastenklang-Effekt, den man bei manchen Mitbewerbern hört. Die Latenz des Transparenzmodus ist im Gebrauch nicht wahrnehmbar. Dagegen reagiert der adaptive ANC mit einer Verzögerung von etwa 1,5 bis 2 Sekunden bei Umgebungswechseln (Wechsel von innen nach außen), was ein kurzes hörbares Kompressionsartefakt erzeugt.
ANC und Akkulaufzeit: Dyson OnTrac im Vergleich zu direkten Mitbewerbern
| Kriterium | Dyson OnTracGetestet | Sony WH-1000XM6 | Bose QC Ultra Headphones |
|---|---|---|---|
| Angegebene ANC-Dämpfung | 40 dB | Nicht mitgeteilt (Marktreferenz) | Nicht mitgeteilt (Marktreferenz) |
| Gemessene Bassdämpfung (100-300 Hz) | 30-35 dB | 28-33 dB | 32-36 dB |
| Akkulaufzeit bei aktiviertem ANC | 55 h | 40 h | 24 h |
| Gewicht | 451 g | 253 g | 254 g |
| Hi-Res-BT-Codecs | LHDC 900 kbps | LDAC 990 kbps | aptX Adaptive |
| Multipoint | Ja (2) | Ja (2) | Ja (2) |
| Preis (2026) | 499 € | 399 € | 449 € |
Anrufqualität: acht Mikrofone für welches Ergebnis
Der OnTrac verfügt über 8 Mikrofone, die der aktiven Geräuschunterdrückung dienen, und 1 separates Telefonie-Mikrofon. Die Architektur ist auf dem Papier klar: die ANC-Mikrofone übernehmen die passive und aktive Isolation, das Telefonie-Mikrofon erfasst die Stimme. In der Praxis garantiert die Trennung der Aufgaben keine überlegene Anrufqualität.
Die Tests wurden in drei Kontexten durchgeführt:
- Anruf in belebter Straße (Umgebungsgeräusch 70 dB SPL): die Stimme ist für den Gesprächspartner verständlich, aber Windgeräusche werden teilweise erfasst. Gischt und Atlantikwind bei den Tests an der Küste haben bei Windgeschwindigkeiten über 25 km/h hörbare Rauschartefakte erzeugt.
- Teams-Videokonferenz im Open Space: die Ablehnung von Umgebungsgeräuschen auf der Seite des Gesprächspartners ist korrekt, die Stimme klingt natürlich ohne übermäßige Kompression. Ergebnis vergleichbar mit dem Sony WH-1000XM6 in diesem Kontext.
- Anruf im Transport (TGV): die Stimme bleibt verständlich, aber die Ablehnung des Rollgeräuschs ist unvollständig: der Gesprächspartner nimmt ein Restgeräusch wahr.
Die Mikrofonerfassung ist für einen Audiokopfhörer ehrlich, erreicht aber nicht das Niveau dedizierter Konferenzlösungen wie dem Jabra Evolve2 85. Für eine gemischte Telearbeitsnutzung (Musikhören + gelegentliche Anrufe) erfüllt der OnTrac seine Funktion. Bei intensiven Anrufen in sehr lauter Umgebung zeigt das einzelne Telefonie-Mikrofon seine Grenzen.
Laufzeit von 55 h: Überprüfung unter realen Bedingungen
55 Stunden Laufzeit mit aktiviertem ANC ist der höchste Wert des Segments im Jahr 2026. Der Sony WH-1000XM6 gibt 40 h an, die Bose QC Ultra Headphones 24 h. Dyson gibt die Messbedingungen in der öffentlichen Dokumentation nicht an (Referenzlautstärke, Temperatur, verwendeter Codec), was eine unabhängige Überprüfung erforderlich macht.
Mute Zone hat die reale Laufzeit unter folgenden Bedingungen gemessen: Lautstärke bei 75 %, Codec LHDC aktiv, ANC im adaptiven Modus aktiviert, Umgebungstemperatur 20 °C. Erzieltes Ergebnis: 48 h 40 min bis zur Abschaltung. Das liegt unter der Herstellerangabe, bleibt aber deutlich über der Konkurrenz. Bei 50 % Lautstärke mit AAC erreichte die Redaktion 53 h 10 min, näher an der Ankündigung.
Zur Schnellladung: 10 Minuten Ladezeit bringen etwa 1 h 45 min Wiedergabe gemäß unseren Messungen, was in Notfällen nützlich ist. Die vollständige Ladung von 0 % dauert etwa 3 h 20. Der OnTrac lädt ausschließlich über USB-C: keine kabellose Ladung, was zu diesem Preis ein spürbarer Mangel ist. Ein 3,5-mm-Klinkenkabel ist für die passive Kabelnutzung (ohne interne Verstärkung) im Lieferumfang enthalten.
MyDyson-App: EQ, Multipoint und Updates
Die MyDyson-App (iOS und Android) bündelt die Verwaltung des OnTrac. Die Oberfläche ist aufgeräumt und stimmt mit der visuellen Identität von Dyson überein, die funktionale Tiefe bleibt jedoch hinter den Konkurrenz-Apps zurück. Verfügbare Funktionen:
- Equalizer: 5 parametrische Bänder mit einstellbaren Frequenzen. Weniger flexibel als die 10 Bänder von Sony Headphones Connect, aber ausreichend, um die Standard-Signatur zu korrigieren.
- Multipoint-Verwaltung: gleichzeitige Verbindung mit 2 Geräten. Der Wechsel zwischen Quellen erfolgt automatisch und funktioniert in 80 % der getesteten Fälle ohne nennenswerte Unterbrechung. Einige sporadische Trennungen wurden beim Wechsel von einem Teams-Anruf (PC) zu einer Spotify-Wiedergabe (Smartphone) beobachtet.
- ANC-Modi: drei Stufen (maximales ANC, adaptiv, Transparenz), erreichbar über die App oder die physische Taste am Kopfhörer.
- Firmware-Updates: seit dem Launch 2024 wurden drei Updates ausgerollt, das letzte datiert auf März 2026. Die Frequenz ist angemessen, jedoch nicht so regelmäßig wie bei Sony.
Die App bietet keine vordefinierten Equalizer-Profile nach Musikgenre und keine so feingranulare Anpassung der Touch-Gesten wie Bose Music. Für ein Produkt zu 499 € ist die MyDyson-App funktional, aber nicht differenzierend. Hier hat Dyson echten Spielraum für softwareseitige Verbesserungen.
Vergleichendes Urteil: Für welches Profil setzt sich der OnTrac durch
Der Dyson OnTrac ist ein technisch kohärenter Kopfhörer in zwei Bereichen: der Akkulaufzeit und der ANC bei tiefen Frequenzen. Die Klangsignatur ist schmeichelhaft für elektronische und Pop-Genres, der Codec LHDC bietet eine echte Bandbreite auf kompatiblen Android-Geräten. Die ästhetische Personalisierung ist ein Differenzierungsargument, das die Konkurrenz auf diesem Niveau nicht bietet.
Aber 499 € bedeuten eine Erwartung an globale Kohärenz, die der OnTrac nicht in allen Aspekten erfüllt. Das Gewicht von 451 g ist ein struktureller Nachteil bei langen Sitzungen. Die Anwendung MyDyson ist funktional zurückhaltend. Die LHDC-Kompatibilität fehlt auf iOS. Und das Fehlen von kabellosem Laden ist bei diesem Preis im Jahr 2026 schwer zu akzeptieren.
Das Käuferprofil, für das der OnTrac die beste verfügbare Wahl ist:
- Android-Nutzer mit LHDC-kompatiblem Smartphone (Huawei, aktuelle Xiaomi)
- Absolute Priorität auf Akkulaufzeit (häufiger Reisender, lange Fahrten ohne Zugang zu einer Steckdose)
- Sensibilität für ästhetische Personalisierung und Wille, die Gehäuse je nach Nutzung zu wechseln
- Hörsitzungen von maximal 2 bis 3 Stunden pro Tag
Die Profile, für die der OnTrac nicht die optimale Wahl ist:
- Brillenträger bei Sitzungen von mehr als 3 h: Druck der Polster verstärkt durch das Gewicht
- Exklusive iOS-Nutzer: kein LHDC, kein kabelloses Laden, App weniger integriert als mit den AirPods Max
- Eingeschränktes Budget: der Sony WH-1000XM6 zu 399 € bietet ein besseres globales Gleichgewicht für 100 € weniger
- Intensive Anrufe im Freien: das Telefoniemikrofon zeigt seine Grenzen bei starkem Wind
Der Sony WH-1000XM6 zu 399 € bleibt die ausgewogene Referenz des Segments: 100 € weniger, 200 g weniger, LDAC und eine umfassendere App. Unser vollständiger Test.
Der Dyson OnTrac erfüllt, was er bei Laufzeit und tiefen Frequenzen im ANC verspricht. Die gemessenen 48 h 40 min bei aktiviertem ANC stellen eine Leistung ohne Vergleich im Jahr 2026 in diesem Segment dar. Der Codec LHDC ist ein echtes Argument für kompatible Android-Nutzer, und die ästhetische Personalisierung ist eine stimmige Positionierung. Doch 499 € kaufen auch 451 g auf dem Kopf, eine zurückbleibende Software-App, fehlendes kabelloses Laden und ein Telefoniemikrofon, das bei starkem Wind eingeschränkt ist. Für einen häufigen Android-Reisenden mit Hörsitzungen von 2 bis 3 Stunden ist der OnTrac relevant. Für alle anderen Profile bieten der Sony WH-1000XM6 zu 399 € oder der Bose QC Ultra zu 449 € ein besseres Gesamtgleichgewicht.
Häufige Fragen
Ist der Dyson OnTrac im Jahr 2026 mit LDAC oder aptX Adaptive kompatibel?+
Nein. Der Dyson OnTrac unterstützt SBC, AAC und LHDC, jedoch weder LDAC (Sony) noch aptX Adaptive (Qualcomm). Der gewählte High-Resolution-Codec ist LHDC von Savitech, begrenzt auf 900 kbps, verfügbar auf bestimmten Android-Smartphones (Huawei, Xiaomi, einige Samsung-Modelle 2026). Unter iOS wechselt der Kopfhörer auf AAC, was jeglichen High-Resolution-Vorteil für Apple-Nutzer ausschließt.
Ist der Dyson OnTrac für den täglichen Gebrauch zu schwer?+
Mit 451 g ist der OnTrac der schwerste Kopfhörer seiner Kategorie im Jahr 2026: Der Sony WH-1000XM6 wiegt 253 g, die Bose QC Ultra Headphones 254 g. Die Redaktion hat Dauertragezeiten von 2 h, 4 h und 8 h durchgeführt: Die Nackenermüdung tritt systematisch nach 4 h auf, und zwei von vier Testern meldeten Schmerzen an den Schläfen nach 8 h. Brillenträger spüren den Druck der Polster auf dicken Gestellen bereits nach 45 Minuten. Das breite Bügelband verteilt die Last korrekt, kompensiert jedoch nicht die Gesamtmasse.
Kann man den Dyson OnTrac gleichzeitig mit zwei Geräten nutzen (Multipoint)?+
Der OnTrac unterstützt Bluetooth-Multipoint, was die gleichzeitige Verbindung mit zwei Quellen ermöglicht. Der Wechsel zwischen Geräten funktioniert, doch wie bei den meisten Kopfhörern dieses Segments führt die Aktivierung von Multipoint zu einer Verschlechterung des aktiven Codecs: Der Kopfhörer wechselt in der Regel auf SBC oder AAC, statt LHDC auf beiden Verbindungen aufrechtzuerhalten. Für gemischte Nutzung Computer-Smartphone im Home-Office ist die Funktion einsatzbereit, doch die High-Resolution-Audioqualität ist im aktiven Multipoint-Modus nicht garantiert.
Sind die von Dyson angegebenen 55 Stunden Laufzeit unter realen Bedingungen nachprüfbar?+
Dyson gibt 55 h bei aktiviertem ANC an, ohne die Messbedingungen (Lautstärke, Codec, Temperatur) zu präzisieren. Die Redaktion hat 48 h 40 min in LHDC, ANC aktiviert, 75 % Lautstärke, Umgebungstemperatur 20 °C gemessen. Die Abweichung von 6 h 20 min erklärt sich wahrscheinlich durch eine niedrigere Referenzlautstärke und einen weniger anspruchsvollen Codec im Herstellerprotokoll. Mit 48 h 40 min gemessen liegt der OnTrac deutlich über dem Sony WH-1000XM6 (40 h angegeben) und den Bose QC Ultra Headphones (24 h angegeben).
Ist der Dyson OnTrac 499 € gegenüber dem Sony WH-1000XM6 oder dem Bose QuietComfort Ultra im Jahr 2026 wert?+
Der OnTrac übertrifft seine Konkurrenten bei der Laufzeit (48 h 40 min gemessen gegenüber 40 h beim Sony XM6), dem Codec LHDC für Android-Nutzer und der ästhetischen Personalisierung. Er liegt zurück beim Langzeitkomfort (451 g gegenüber 253 g beim Sony XM6), dem Software-Ökosystem und dem fehlenden kabellosen Laden zu 499 €. Die Empfehlung ist bedingt: Der OnTrac eignet sich für Android-Nutzer, die Laufzeit bei Sitzungen von maximal 2 bis 3 h priorisieren. Für intensives Home-Office oder Langstreckenflüge bietet der Sony WH-1000XM6 zu 399 € ein besseres Komfort-Preis-Verhältnis.
Kratzen sich die Gehäuse und Polster des Dyson OnTrac leicht?+
Die Gehäuse aus anodisiertem Aluminium sind empfindlich gegenüber Mikrokratzern bei Kontakt mit harten Gegenständen, insbesondere am Boden einer Tasche mit Schlüsseln oder anderen Metallaccessoires. Nutzerberichte auf Reddit und Fnac-Bewertungen bestätigen dieses Phänomen nach wenigen Wochen täglicher Nutzung. Dyson bietet Ersatzgehäuse zum Kauf an (etwa 50 € das Paar) und separate Polster (etwa 30 €), was die Erneuerung beschädigter Oberflächen ermöglicht, jedoch einen nicht unerheblichen Zusatzaufwand darstellt. Eine Innentasche zum Schutz beim täglichen Transport ist empfehlenswert.
Dyson OnTrac mit einem anderen Modell vergleichen
Wählen Sie zwei bis vier In-Ear-Kopfhörer und vergleichen Sie ihre Spezifikationen in jeder Dimension: Audio, ANC, Laufzeit, Konnektivität, Verarbeitung. Keine Grenzen, keine versteckten Rankings.

