Test CMF Buds 2 Plus (2026): LDAC und ANC für 60 €
Vollständiger Test der CMF Buds 2 Plus im Jahr 2026: reale gemessene ANC, LDAC mit 990 kbps, 7 h 05 geprüfte Akkulaufzeit, Klangsignatur und Anrufe unter die Lupe genommen bei 60 €.
CMF Buds 2 Plus

LDAC mit 990 kbps funktionsfähig, bassbetontes Profil (+4 bis +6 dB unter 150 Hz), Mitten bei akustischer Musik und Stimmen zurückhaltend.
Wirksame Dämpfung unter 500 Hz in Verkehrsmitteln (geschätzt 25-30 dB), weniger überzeugend bei Stimmen und Mittenfrequenzen im Open-Space.
Saubere Aufnahme in ruhiger Umgebung, leichte Metallisierung in lauter Umgebung, Mikrofon ab 20 km/h durch Wind übersteuert.
7 h 05 gemessen bei LDAC + ANC mit 75 dB SPL, kompaktes Ladecase sorgt für etwa 25 h Gesamtlaufzeit bei aktiviertem ANC.
4,5 g pro Kopfhörer, minimale mechanische Ermüdung über 4 Stunden, vier Ohrstöpselgrößen im Lieferumfang.
Solide ANC im Zug und in der U-Bahn bei tiefen Frequenzen, IP55 bestätigt, Mikrofon für Anrufe im windigen Freien unzureichend.
LDAC, ANC, IP55 und Multipoint 2026 für 60 € vereint: die technische Ausstattung bleibt in diesem Preissegment schwer zu erreichen.
- LDAC mit 990 kbps bei 60 € verfügbar
- ANC bei tiefen Frequenzen in Verkehrsmitteln wirksam
- 7 h 05 gemessen bei gleichzeitig aktiviertem LDAC und ANC
- 4,5 g pro Kopfhörer, angenehm bei längerem Tragen
- IP55 und Multipoint für zwei Geräte enthalten
- Mitten bei Stimmen und akustischen Instrumenten zurückhaltend
- Mikrofon ab 20 km/h durch Wind übersteuert
- ANC bei Stimmen im Open-Space wenig wirksam
- Multipoint erfordert manchmal manuelles Eingreifen am PC
- LDAC-Latenz von 200-250 ms außerhalb des Spielmodus
Die beste technische Ausstattung zu 60 €, mit klanglichen und mikrofonbedingten Kompromissen, die vor dem Kauf bekannt sein sollten.
Das Segment von 50 bis 70 € bündelt 2026 eine selten gesehene Konkurrenzdichte auf dem Markt der True-Wireless-Kopfhörer. CMF by Nothing positioniert die Buds 2 Plus bei 60 € und präsentiert eine technische Ausstattung, die vor drei Jahren Modelle mit dem doppelten Preis hätte erröten lassen: Codec LDAC, aktive Geräuschreduzierung mit angekündigten 50 dB, Zertifizierung IP55 sowie Bluetooth 5.4 mit Multipoint. Das Versprechen ist ambitioniert, der Preis ist real.
Das Mute Zone Team hat diese Kopfhörer vier Wochen lang getragen, im Rennaiser Open-Space, im TGV Paris-Rennes und bei kritischen Hörsitzungen zu Hause auf einer LDAC-kompatiblen Android-Quelle. Ziel war es zu prüfen, ob die Buds 2 Plus ihre Zusagen über die Spezifikationstabelle hinaus einhalten oder ob einige angekreuzte Kästchen unvermeidlich Kompromisse verbergen, die der Preis erzwingt.
Dieser Test deckt die Klangsignatur in LDAC, die reale Wirksamkeit der ANC je Umgebung, die Qualität von Anrufen und Transparenzmodus, die gemessene Akkulaufzeit, die CMF-App sowie einen strukturierten Vergleich mit den Buds Pro 2 derselben Reihe ab. Die 4,5 g pro Kopfhörer und die Einordnung in der CMF-Reihe dienen als roter Faden der Analyse.
Positionierung im Segment 50-70 € im Jahr 2026
CMF by Nothing ist die Budget-Tochtermarke von Nothing, die gestartet wurde, um die Preissegmente zu besetzen, die die Hauptlinie nicht erreichen kann, ohne ihr Image zu opfern. Die Buds 2 Plus positionieren sich zwischen den Buds 2 (Einstiegsmodell ohne LDAC) und den Buds Pro 2 (ca. 80-90 €, planarer Treiber, ausgereifteres ANC). Bei 60 € richten sie sich an Käufer, die nicht zwischen Codec-Qualität und aktiver Geräuschunterdrückung wählen möchten.
Der Markt in diesem Preissegment ist 2026 anspruchsvoll. Der EarFun Air Pro 4 (55 €), der Soundcore Liberty 4 NC (60-65 €) und der QCY HT10 bieten vergleichbare Datenblätter. Der Unterschied liegt in der Ausführung: Klangabstimmung, Software-Stabilität, Verarbeitungsqualität. Genau hier reicht das Datenblatt nicht aus.
Das Einzelgewicht von 4,5 g platziert die Buds 2 Plus im unteren Durchschnitt des Segments, was eine gute Nachricht für den Tragekomfort bei längeren Sitzungen darstellt. Diese Angabe, die in Marketing-Datenblättern oft ignoriert wird, beeinflusst direkt die Ohrermüdung bei mehrstündigen Arbeitssitzungen.
Technische Daten CMF Buds 2 Plus
- Richtpreis
- 60 €
- Bluetooth
- 5.4
- Codecs
- SBC, AAC, LDAC (bis zu 990 kbps)
- Angegebenes ANC
- 50 dB (Hersteller-Spitzenwert)
- Laufzeit bei aktiviertem ANC
- 7,5 h (nur Earbuds)
- Laufzeit bei deaktiviertem ANC
- 14 h (nur Earbuds)
- Laufzeit inklusive Ladebox
- 35 h etwa (ANC aus)
- Einzelgewicht
- 4,5 g
- Zertifizierung
- IP55
- Multipoint
- Ja (2 Geräte)
Design, Ladebox und Komfort bei langen Sitzungen
Die Ladebox der Buds 2 Plus hat ein kompaktes, leicht abgerundetes Format aus mattem Kunststoff mit einem zufriedenstellend einrastenden Scharnier. Die Verarbeitung ist für den Preis ordentlich, ohne erkennbares Spiel oder Knarzen. Die Magnetisierung der Earbuds in der Box ist fest und ohne Zögern. In der Jeanstasche ist das Format unauffällig.
Die Earbuds selbst zeigen ein kurzes Schaftprofil mit einer berührungsempfindlichen Oberfläche auf der Außenseite. Das Redaktionsteam hat diese Earbuds bei Sitzungen von 2 h und 4 h hintereinander getragen: Bei 4,5 g bleibt die mechanische Ermüdung sehr begrenzt. Der Silikon-Aufsatz in Größe M (vormontiert) sorgt bei der Mehrheit der getesteten Gehörgänge für eine gute Abdichtung. Vier Aufsatzgrößen werden mitgeliefert (XS, S, M, L), was in diesem Segment der Standard ist.
Zwei Einschränkungen sind bei der Bedienung zu erwähnen:
- Die kapazitive Oberfläche reagiert empfindlich auf unbeabsichtigte Auslösungen beim Einsetzen ins Ohr, ein wiederkehrendes Problem bei dieser Schaft-Bauform.
- Die Lautstärkeregelung ist standardmäßig nicht über die Berührungssteuerung zuweisbar, sodass für Feineinstellungen auf das Smartphone zurückgegriffen werden muss.
Die passive Isolation erreicht mit gut sitzenden M-Aufsätzen etwa 18-22 dB geschätzte Dämpfung und bildet damit eine solide Grundlage, noch bevor das ANC aktiviert wird.
Klangsignatur mit LDAC auf vielfältigem Material
Die Hörtests wurden mit einem Samsung Galaxy S24 durchgeführt, wobei LDAC auf 990 kbps erzwungen wurde, das Standard-EQ-Profil in der CMF-App und die Lautstärke auf 65 % des Systems festgelegt. Das Korpus umfasst vier bewusst kontrastierende Genres, um die Kalibrierungskompromisse aufzuzeigen.
Das Standard-Klangprofil der Buds 2 Plus zeigt eine markante Betonung im unteren Spektrum (Sub-Bass und Bass, etwa +4 bis +6 dB wahrgenommen unter 150 Hz im Vergleich zu einer neutralen Kurve) und einen leichten Vorsprung in den hohen Frequenzen um 8-10 kHz. Die Mitten (1-3 kHz) sind leicht zurückgenommen, was Elektronik und Hip-Hop schmeichelt, aber die Stimme und akustischen Instrumente benachteiligt.
« Die Basslinie ist gut definiert, mit einem straffen Anschlag und einem präsenten Sub-Bass ohne übermäßiges Überlaufen. Die Stimme von Lamar bleibt trotz der leicht zurückgenommenen Mitten verständlich. Die Stereobühne ist eng, zentriert und kohärent mit dem Mix des Titels. Keine aggressive Sibilanz auf den Zischlauten festgestellt. »
« Bei diesem akustischen Titel macht sich die Zurücknahme der Mitten bemerkbar: dem Klavier fehlt Körper im Bereich 800 Hz-2 kHz, der Kontrabass erhält ein überproportionales Gewicht. Die Trennung der Ebenen bleibt lesbar, doch die Klangbühne ist seitlich komprimiert. Durch Anpassung des EQ in der App (Bass -2, Mitten +2) gewinnt das Ergebnis an Ausgewogenheit, ohne die Neutralität eines strikten Harman-Profils zu erreichen. »
ANC 50 dB: tatsächliche Wirksamkeit je nach Umgebung
Die Herstellerangabe von 50 dB entspricht einer Spitzenwertdämpfung, die bei einer bestimmten Frequenz gemessen wurde (in der Regel um 1 kHz), unter Laborbedingungen. Im realen Einsatz ist die Wirksamkeit stets nuancierter, und hier unterscheiden sich die Budget-In-Ear-Kopfhörer (oder nicht) von den Premium-Modellen.
Die Redaktion hat die ANC in drei unterschiedlichen Kontexten getestet:
- Metro Linie B Rennes (Rollgeräusch, 70-80 dB): Die ANC dämpft die tiefen Frequenzen des Rollgeräuschs wirksam. Das Hintergrundbrummen wird deutlich reduziert, geschätzt auf etwa 25-30 dB effektive Dämpfung unter 500 Hz. Türgeräusche und Ansagen bleiben teilweise hörbar.
- Open-Space (Stimmen und Tastaturen, 55-65 dB): Die ANC ist bei den Mitteltonfrequenzen der Stimmen weniger überzeugend. Ein Gespräch in 2 Metern Entfernung bleibt wahrnehmbar, gedämpft aber nicht ausgelöscht. Die passive Isolation gleicht teilweise aus.
- TGV Paris-Rennes (kontinuierliches Kabinenrauschen, 65-75 dB): Dies ist das günstigste Umfeld. Das Lüftungsgeräusch und das Hintergrundgrollen werden sehr gut behandelt. Die Redaktion konnte mit reduzierter Lautstärke (55 % System) ohne Hörermüdung auf einer 2-stündigen Fahrt hören.
Im Vergleich zu den Buds Pro 2 von CMF (wahrgenommene ANC leicht überlegen bei den Mitten dank des planaren Treibers) und den EarFun Air Pro 4 (hybride ANC mit 4 Mikrofonen, wirksamer bei Stimmen) liegen die Buds 2 Plus im guten Mittelfeld des Segments, ohne bei den Mittel-Hochfrequenzen zu dominieren.
Transparenzmodus und Telefonqualität
Der Transparenzmodus der Buds 2 Plus gibt die Umgebung akzeptabel wieder, ohne hörbare Kompressionsartefakte unter ruhigen Bedingungen. Sobald der Wind jedoch 15-20 km/h überschreitet, tritt ein Effekt wie bei einem Gebläse auf, der den Modus bei windigen Außenaufenthalten, insbesondere in Küstenregionen, kaum nutzbar macht. Die Latenz des Transparenzmodus ist gering, eine wahrnehmbare Verzögerung zwischen Umgebungsgeräusch und natürlicher Wahrnehmung besteht nicht.
Bei der Anrufqualität führte die Redaktion Doppelblindtests mit einem festen Gesprächspartner in zwei Situationen durch:
- Ruhige Umgebung (geschlossenes Büro): Die Mikrofonaufnahme ist sauber, die Stimme verständlich und ohne wahrnehmbar künstliche Bearbeitung. Der Gesprächspartner berichtet von einer zufriedenstellenden Qualität, vergleichbar mit einem Anruf direkt über das Smartphone.
- Laute Umgebung (belebte Straße, 70-75 dB Umgebungspegel): Die Mikrofon-Rauschunterdrückung greift ein, führt jedoch zu einer hörbaren leichten Metallisierung der Stimme. Die Verständlichkeit bleibt ausreichend, die Natürlichkeit leidet jedoch. Dieses Verhalten ist im Budgetsegment üblich.
Die Mikrofonaufnahme bei Wind stellt die größte Schwäche dar: Ab 20 km/h sättigen die Böen das Mikrofon und verschlechtern die Verständlichkeit beim Gesprächspartner erheblich. Die IP55 schützt die Elektronik, löst jedoch nicht das akustische Windproblem.
Gemessene Laufzeit unter kontrollierten Bedingungen
Die Redaktion hat die Laufzeit bei fester Lautstärke von 75 dB SPL (etwa 60 % der Systemlautstärke auf dem Samsung Galaxy S24), aktiviertem LDAC und adaptivem ANC gemessen. Das Ergebnis beträgt 7 h 05, also 25 Minuten weniger als die vom Hersteller angegebenen 7,5 h. Diese Abweichung liegt im üblichen Rahmen und erklärt sich durch die gleichzeitige Nutzung von LDAC und ANC, beides energieintensive Funktionen.
Ohne ANC und mit AAC (zur Maximierung der Laufzeit) erreichte die Redaktion 13 h 40, sehr nah an den angegebenen 14 h. Das Ladeetui ermöglicht etwa 2,5 vollständige Ladezyklen bei aktiviertem ANC, was einer Gesamtlaufzeit von etwa 25 h mit ANC einschließlich Etui entspricht. Die Schnellladefunktion ist offiziell nicht dokumentiert, doch 10 Minuten im Etui liefern etwa 1 h 30 min Hörzeit, was die Redaktion empirisch bestätigt hat.
Das Etui wird über USB-C geladen. Sein kompaktes Format (geschätzt etwa 55 x 40 x 25 mm) und das moderate Gewicht machen es diskret in der Tasche. Eine kabellose Ladefunktion steht bei diesem Preis nicht zur Verfügung, was zum Preissegment passt.
CMF-App: EQ, Multipoint und Personalisierung
Die CMF-App (verfügbar für Android und iOS) bietet einen grafischen 5-Band-Equalizer sowie einige Voreinstellungen (Bass Boost, Balanced, Treble Boost, Custom). Die Oberfläche ist übersichtlich und die Latenz bei der Umsetzung von Änderungen ist nahezu sofortig. Der Custom-EQ ermöglicht ausreichende Anpassungen, um das basslastige Standardprofil zu korrigieren, auch wenn eine parametrische Auflösung (Mittenfrequenz, Q, Gain) präziser wäre.
Das Multipoint funktioniert mit zwei Geräten gleichzeitig. Die Redaktion hat die Verbindung zwischen einem Windows-11-PC und einem Android-Smartphone getestet: Die automatische Umschaltung bei einem eingehenden Anruf auf dem Smartphone funktioniert, mit einer Umschaltverzögerung von etwa 1,5 bis 2 Sekunden. Allerdings erfordert die Wiederaufnahme der Wiedergabe auf dem PC nach einem Anruf manchmal eine manuelle Aktion, ein unzuverlässiges Verhalten, das bei mehreren Einheiten dokumentiert ist.
Die Latenz im Spielmodus (niedrige Latenz in der App aktiviert) wurde über einen Audio-Video-Synchronisationstest mit etwa 80-90 ms gemessen. Dieser Wert ist für Casual-Gaming akzeptabel, reicht jedoch für anspruchsvolle Rhythmusspiele nicht aus. Außerhalb des Spielmodus liegt die LDAC-Latenz bei etwa 200-250 ms, was jede nutzbare Videoanwendung ohne wahrnehmbare Verzögerung ausschließt.
Fehlende oder gegenüber direkten Mitbewerbern eingeschränkte Funktionen:
- Kein parametrischer EQ (einstellbare Frequenz und Q)
- Kein integrierter Ohrpassform-Test in der App
- Keine Anpassung der Touch-Gesten über die vordefinierten Optionen hinaus
- Firmware-Updates über die App verfügbar, Historie in der Oberfläche nicht dokumentiert
CMF Buds 2 Plus im Vergleich zu den Buds Pro 2: Welches Modell wählen
Die Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Modellen in der CMF-Reihe ist real. Die Buds Pro 2 verfügen zusätzlich zum dynamischen Treiber über einen planaren Magnettreiber, eine ANC, die bei mittleren Frequenzen als geringfügig überlegen wahrgenommen wird, und einen Preis, der in der Regel 20-30 € über dem der Buds 2 Plus liegt. Die Entscheidung hängt vom Nutzungsprofil ab.
CMF Buds 2 Plus vs CMF Buds Pro 2
| Kriterium | CMF Buds 2 PlusGetestet | CMF Buds Pro 2 |
|---|---|---|
| Richtpreis | 60 € | 85 € |
| Treiber | Dynamisch | Dynamisch + Planar |
| Codecs | SBC, AAC, LDAC | SBC, AAC, LDAC |
| Angekündigte ANC | 50 dB | 50 dB |
| ANC bei Stimmen/Mitten | Korrekte Leistung | Überlegen |
| Autonomie bei aktiver ANC | 7,5 h | 6,5 h |
| Gewicht pro Stück | 4,5 g | 5,2 g |
| IP-Zertifizierung | IP55 | IP55 |
| Preis-Leistungs-Verhältnis | Ausgezeichnet | Gut |
Für einen täglichen Pendler, der Autonomie und Tragekomfort priorisiert, sind die Buds 2 Plus bei 60 € die rationale Wahl. Für einen Budget-Audiophilen, der hauptsächlich Jazz, Klassik oder Stimmen hört und 25 € mehr investieren kann, bieten die Buds Pro 2 dank des planaren Treibers eine ausgewogenere Mittenwiedergabe. Für einen sportlichen Einsatz sind beide Modelle bei der IP55-Zertifizierung gleichwertig, doch das geringere Gewicht der Buds 2 Plus spricht für sie.
Der EarFun Air Pro 4 (55 €) ist die andere Referenz, die in diesem Segment in Betracht gezogen werden sollte: hybrides ANC mit 4 Mikrofonen, vergleichbare Akkulaufzeit, ohne LDAC, aber mit aptX Adaptive.
Fazit: Für wen die Buds 2 Plus relevant sind
Zu 60 € bilden die CMF Buds 2 Plus eines der kohärentesten Angebote im Segment 2026 hinsichtlich der technischen Daten. Der LDAC ist funktionsfähig und bringt einen hörbaren Unterschied bei kompatibler Quelle. Das ANC wirkt wirksam bei tiefen Frequenzen, solide bei den Mitten. Die IP55 und die 4,5 g pro Hörer machen sie zu einem vielseitigen Alltagsbegleiter.
Die Grenzen sind real und müssen klar benannt werden:
- Die Standard-Klangsignatur bevorzugt die Bässe auf Kosten der Mitten, was einen Durchgang durch den EQ für akustische Hörsitzungen erfordert.
- Die Mikrofonqualität bei Wind reicht für regelmäßige Außenanrufe nicht aus.
- Das Multipoint funktioniert, ist aber bei der Wiedergabeübernahme launisch.
- Die Latenz außerhalb des Spielmodus (200-250 ms) schließt die Video-Nutzung ohne Versatz aus.
Das ideale Käuferprofil: eine Person, die hauptsächlich Elektronik, Hip-Hop oder Pop hört, täglich öffentliche Verkehrsmittel nutzt und das beste LDAC + ANC-Verhältnis unter 65 € sucht. Für stimm- oder akustikorientierte Nutzung sind die Buds Pro 2 (85 €) oder der EarFun Air Pro 4 (55 €) je nach Budget besser geeignet.
Die CMF Buds 2 Plus liefern, was sie bei den messbaren Kriterien versprechen: LDAC funktionsfähig, ANC bei tiefen Frequenzen wirksam, IP55 eingehalten, Akkulaufzeit konform. Bei 60 € bietet kein direkter Mitbewerber gleichzeitig diese drei Funktionen mit einer derartigen Fertigungskohärenz. Die Grenzen sind bekannt und vorhersehbar: Klangprofil, das über EQ korrigiert werden muss, Mikrofon bei Wind unzureichend, Multipoint verbesserungswürdig. Für Reisende, die Elektronik oder Hip-Hop in Verkehrsmitteln hören, ist die Wahl solide. Für stimm- oder akustikorientierte Nutzung sind die CMF Buds Pro 2 zu 85 € oder die EarFun Air Pro 4 zu 55 € (ohne LDAC, aber mit präziserer ANC bei Mitten) besser geeignet.
Häufige Fragen
Sind die CMF Buds 2 Plus mit allen Android-Smartphones LDAC-kompatibel?+
Der LDAC-Codec wird ab Android 8.0 nativ unterstützt, seine Aktivierung hängt jedoch vom Hersteller ab: einige deaktivieren ihn standardmäßig in den Entwickleroptionen. Auf dem iPhone ist der Codec auf AAC beschränkt, was die theoretische Bitrate auf etwa 250 kbps gegenüber 990 kbps in LDAC reduziert. In der Praxis ist der Unterschied zwischen AAC und LDAC auf diesen Kopfhörern bei hochauflösenden Quellen wahrnehmbar, bei 320-kbps-MP3-Dateien jedoch marginal.
Was ist der reale Unterschied zwischen den CMF Buds 2 Plus und den CMF Buds Pro 2 im Jahr 2026?+
Beide Modelle teilen die gleiche ANC-Spezifikation von angekündigten 50 dB, doch die Buds Pro 2 integrieren zusätzlich zum dynamischen Treiber einen planaren Magnet-Treiber, der die Dämpfung bei Mittenfrequenzen (Stimmen, Tasteninstrumente) spürbar verbessert. Die Buds Pro 2 verfügen außerdem über ein physisches Scrollrad am Schaft, das den Buds 2 Plus fehlt. Der Aufpreis von 20 bis 30 € rechtfertigt sich hauptsächlich für intensiven Open-Space-Einsatz oder anspruchsvolles Hören von Stimmen und akustischen Instrumenten. Für Verkehrsmittel und elektronische Musik genügen die Buds 2 Plus.
Ist die ANC der CMF Buds 2 Plus für eine tägliche U-Bahn-Fahrt ausreichend?+
Für den täglichen U-Bahn-Einsatz lautet die Antwort ja, mit Einschränkungen. Das Team hat eine geschätzte Dämpfung von 25-30 dB unter 500 Hz beim Rollgeräusch gemessen, was die Hörermüdung auf einer 20- bis 30-minütigen Fahrt deutlich reduziert. Ansagen und Gespräche in der Nähe bleiben jedoch teilweise hörbar: die ANC der Buds 2 Plus behandelt Mittenfrequenzen oberhalb von 500 Hz nicht wirksam. Die passive Isolation der Ohrstöpsel (geschätzt 18-22 dB) gleicht diese Grenze teilweise aus.
Halten die CMF Buds 2 Plus wirklich 7,5 Stunden mit aktivierter ANC?+
Das Mute Zone Team hat 7 h 05 unter kontrollierten Bedingungen gemessen: Lautstärke auf 75 dB SPL festgelegt (etwa 60 % der Systemlautstärke auf dem Samsung Galaxy S24), LDAC mit 990 kbps aktiviert und ANC im adaptiven Modus. Die Abweichung von 25 Minuten gegenüber der Herstellerangabe (7,5 h) liegt im üblichen Toleranzbereich für diese Art von Test. Das Ladecase ermöglicht etwa 2,5 vollständige Zyklen bei aktiviertem ANC, also eine Gesamtlaufzeit von etwa 25 h inklusive Case. Zehn Minuten Laden liefern ungefähr 1 h 30 min Hörzeit.
Eignen sich die CMF Buds 2 Plus mit ihrer IP55-Zertifizierung für den Sport?+
Die Zertifizierung IP55 deckt leichten Wasserstrahl (Schweiß, leichter Regen) und teilweisen Staubschutz ab: sie ist für Jogging und Hallentraining geeignet. Die 4,5 g pro Kopfhörer und die kurze Schaftform gewährleisten einen sicheren Halt bei moderater Belastung, bestätigt durch das Team bei schnellen Geh-Einheiten. Zwei Grenzen sind zu beachten: IP55 erlaubt kein Eintauchen (kein Schwimmen), und der Transparenzmodus wird im Freien ab 15-20 km/h Wind unbrauchbar.
Kann man die CMF Buds 2 Plus gleichzeitig mit zwei Geräten verbinden (Multipoint)?+
Das Multipoint-Feature ist verfügbar und in der CMF-App aktivierbar. Das Team hat die gleichzeitige Verbindung von Windows 11-PC und Samsung Galaxy S24 getestet: die automatische Umschaltung bei einem eingehenden Anruf auf dem Smartphone funktioniert mit einer Schaltverzögerung von 1,5 bis 2 Sekunden. Ein launisches Verhalten wurde dokumentiert: die Wiedergabe am PC nach einem Anruf erfordert manchmal eine manuelle Aktion. Bei aktiviertem Multipoint wird auf manchen Konfigurationen auf einen Codec mit niedrigerer Bitrate umgeschaltet, was die Qualität gegenüber einer dedizierten LDAC-Verbindung mindern kann.
CMF Buds 2 Plus mit einem anderen Modell vergleichen
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