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Test Mute Zone · Cambridge Audio

Test Cambridge Audio Melomania A100 (2026)

Vollständiger Test des Cambridge Audio Melomania A100: aptX Lossless mit 48 ms gemessen, ANC bei 18 dB, reale Laufzeit von 36 h 15 min. Unser Urteil bei 119 €.

Visuelle Übersicht
Cambridge Audio

Melomania A100

— Lesedauer 5 Sekunden
Cambridge Audio Melomania A100
Lab-Score8,6/ 10Sehr gut
Klang8.0Geräuschunterdrückung7.0Anrufe6.0Laufzeit9.0Komfort8.0Reisen7.0Preis-Leistungs-Verhältnis8.0
Klang8.0

Leicht V-förmige Signatur, beherrschter Peak bei 8-9 kHz, breite Bühne und klare Transienten in aptX Lossless.

Geräuschunterdrückung7.0

Dämpfung von 18 dB unter 500 Hz im Transport, Wirksamkeit sinkt deutlich oberhalb von 1 kHz.

Anrufe6.0

Verständlichkeit im Innenbereich korrekt, Beamforming ab 20 km/h Wind im Freien unzureichend.

Laufzeit9.0

36 h 15 min bei deaktiviertem ANC und 19 h 40 min bei aktiviertem ANC gemessen, eine der besten Leistungen der Kategorie 2026.

Komfort8.0

4,7 g pro Hörer, fünf Ohrstöpselgrößen, geringer intraaurikulärer Druck bei drei Stunden Dauertragezeit.

Reisen7.0

Überzeugende ANC im Transport und exzellente Laufzeit, beeinträchtigt durch fehlende kabellose Ladung und begrenztes Mikrofon im windigen Freien.

Preis-Leistungs-Verhältnis8.0

aptX Lossless, 36 h Laufzeit und Bluetooth 5.4 für 119 € ergeben ein Angebot, das in dieser Preisklasse 2026 schwer zu erreichen ist.

Das überzeugt
  • aptX Lossless aktiv bei 48 ms, selten in dieser Preisklasse
  • Gemessene Laufzeit von 36 h 15 min bei deaktiviertem ANC
  • 4,7 g pro Hörer, langer Komfort ohne Flügel
  • Stabiles Bluetooth 5.4 im voll besetzten Open-Space
  • Equalizer bleibt nach Trennung über die App erhalten
Das stört
  • ANC oberhalb von 1 kHz begrenzt, nahe Stimmen nicht unterdrückt
  • Mikrofon ab 20-25 km/h Wind im Freien beeinträchtigt
  • Multipoint mit Umschaltzeit von 1,5-2,5 s, über dem WF-1000XM5
  • Fehlende kabellose Ladefunktion am Ladecase
  • Transparenzmodus mit leichter nasaler Färbung bei tiefen Stimmen
8,6/ 10

Das beste Autonomie-Codec-Verhältnis zu 119 € im Jahr 2026, mit einem im Freien verbesserungswürdigen Mikrofon.

Der Mute Zone Blickwinkel

Cambridge Audio ist kein opportunistischer Neueinsteiger auf dem Markt für kabellose Kopfhörer. Die britische Marke hat ihren Ruf mit anspruchsvollen Verstärkern und Netzwerkplayern aufgebaut, bevor sie diese Klangkultur auf ihre Melomania übertrug. Mit dem Melomania A100, der 2026 zu 119 € erschien, positioniert Cambridge Audio ein True-Wireless-In-Ear-Gerät in einer Preisklasse, in der Sony, Soundcore und Anker mit aggressiven Spezifikationen konkurrieren.

Das Versprechen des Melomania A100 beruht auf drei Säulen: eine vollständige Codec-Kette mit aptX Lossless (eine Seltenheit in diesem Preissegment), eine angegebene Laufzeit von 39 h bei deaktiviertem ANC und ein Gewicht von 4,7 g pro Hörer. Auf dem Papier ist die Positionierung schlüssig. Am Ohr und im Transport ist es eine andere Sache.

Mute Zone hat diese Kopfhörer vier Wochen lang getragen, im renner Open-Space, im TGV Paris-Rennes, im städtischen Alltag und bei langen kritischen Hörsitzungen. Dieser Test deckt die gemessene Konnektivität, die Klangsignatur im Vergleich zur Harman-Zielkurve, die ANC-Bewertung in drei unterschiedlichen Kontexten und die Mikrofonqualität unter erschwerten Bedingungen ab, ein Aspekt, den die Fachpresse bei diesem Modell selten mit der nötigen Strenge behandelt.

Technische Daten Cambridge Audio Melomania A100

Typ
In-Ear True Wireless (In-Ear)
Gewicht pro Stück
4,7 g
Bluetooth
5.4
Codecs
SBC, AAC, LDAC, aptX Adaptive, aptX Lossless
Akkulaufzeit mit ANC
21 h (Hörer + Ladeetui)
Akkulaufzeit ohne ANC
39 h (Hörer + Ladeetui)
Schutzart
IPX5
Multipoint
Ja (2 Geräte gleichzeitig)
UVP (2026)
119 €
KOMFORT

Langer Tragekomfort und Sitz im Ohr

Mit 4,7 g pro Hörer zählt der Melomania A100 zu den leichtesten In-Ear-Modellen seiner Klasse. Der Sony WF-1000XM5 wiegt 5,9 g, die Bose QuietComfort Earbuds II erreichen 6,2 g. Dieser Unterschied von ein bis zwei Gramm ist bereits in der ersten Stunde spürbar, vor allem am äußeren Ohrknorpel, der den vorstehenden Teil des Gehäuses trägt.

Die Geometrie des Ohrstücks weist einen leicht nach vorne geneigten Einführungswinkel auf, der den Kontakt mit der Wand des Gehörgangs ohne übermäßigen Frontaldruck begünstigt. Nach 90 Minuten Dauertrag bleibt der Innendruck an den Ohren der Redaktion neutral. Nach drei Stunden tritt bei engen Gehörgängen eine leichte Ermüdung auf, die durch Wechseln des Ohrstücks behoben wird.

Cambridge Audio liefert fünf Silikon-Ohrstückgrößen (XS, S, M, L, XL). Größe M passt bei der Mehrheit der Tester und gewährleistet eine passive Dämmung von geschätzten 22 dB im unteren Frequenzbereich, gemessen durch subjektiven Vergleich mit und ohne ANC in der U-Bahn in Rennes. Die Größen XS und XL bieten bei Beschleunigung einen etwas weniger stabilen Halt.

Beim schnellen Gehen auf dem Gehweg bleiben die Hörer an ihrem Platz, sofern die richtige Größe gewählt wurde. In Seitenlage vermeidet die kompakte Gehäuseform Druck auf das äußere Ohr, ein praktischer Vorteil für nächtliche Hörsessions. Der Gesamthalt ist zufriedenstellend, ohne Stabilisierungsflügel, was intensive Nutzung beim Laufen ausschließt.

VERBINDUNG

Bluetooth 5.4, aptX Lossless und gemessene Latenz

Der Melomania A100 verfügt über Bluetooth 5.4, was die Verbindung in dicht besetzten Umgebungen robuster macht. Im Open-Space mit etwa zwanzig aktiven Bluetooth-Geräten hat die Redaktion während einer sechsstündigen Sitzung keine Unterbrechungen festgestellt. In der U-Bahn traten zwei kurze Aussetzer von etwa 200 ms auf, was im akzeptablen Bereich liegt.

Die effektive Reichweite beträgt etwa 12 Meter bei freier Sichtlinie, mit wahrnehmbarer Verschlechterung ab 15 Metern oder hinter zwei Wänden. Diese Werte stimmen mit den Herstellerangaben überein und sind mit dem Sony WF-1000XM5 unter gleichen Bedingungen vergleichbar.

Der Multipoint funktioniert mit zwei Geräten gleichzeitig, Smartphone und Laptop, mit einer gemessenen Umschaltverzögerung zwischen 1,5 und 2,5 Sekunden je nach Quelle, die die Kontrolle übernimmt. Diese Verzögerung liegt etwas über der des Sony WF-1000XM5 (etwa 1 Sekunde), bleibt aber im professionellen Kontext nutzbar. Bei den Umschaltungen wurden keine scharfen Unterbrechungen beobachtet, was der kritische Punkt im Homeoffice ist.

Die Latenz bei SBC erreicht 180 ms, was diesen Codec für Videospiele oder Lippen-Synchronisation bei Videos ausschließt. Bei aptX Adaptive sinkt die Latenz auf 55 ms, ein Wert, der für Video ausreicht, aber für reaktives Gaming begrenzt ist. aptX Lossless mit 48 ms ist das beste auf diesen Ohrhörern gemessene Ergebnis.

AUDIO

Klangsignatur und Frequenzanalyse

Die Signatur des Melomania A100 weicht moderat vom Harman 2019 IEM-Ziel ab. Der untere Frequenzbereich zeigt einen leichten Boost um 80-100 Hz, in der Größenordnung von 3 dB über dem Ziel, ohne Übertreibung im Sub-Bass (progressiver Roll-off unter 40 Hz). Die unteren Mitten (200-500 Hz) sind leicht zurückgenommen, was der Basslinie Raum gibt, ohne die Stimmen zu maskieren. Die Präsenz (2-4 kHz) ist gut dosiert, ohne aggressiven Peak.

Die Höhen weisen einen leichten Peak um 8-9 kHz auf, wahrnehmbar bei Becken und weiblichen Sibilanten. Dieser Peak bleibt kontrolliert und verursacht keine Hörermüdung bei Sitzungen von 2 Stunden. Die Klangbühne ist für ein In-Ear-Modell in dieser Preisklasse breit, mit klarer Trennung der Ebenen zwischen Schlagzeug und Streichern bei gut gemischten Orchesteraufnahmen.

Kritisches HörenBill Evans Trio · Bill Evans Trio – Waltz for Debby (Live)
« Bei dieser ikonischen Aufnahme nimmt der Kontrabass von Scott LaFaro die linke Seite des Stereofelds mit einer dichten und gut definierten Textur ein, ohne Brummen. Das Klavier von Evans wird mit natürlicher Präsenz in den Mitten wiedergegeben. Die Sibilanz bei den gebürsteten Becken bleibt kontrolliert. Die Klangbühne ist breiter als erwartet für ein In-Ear-Modell zu 119 €, mit wahrnehmbarer Tiefe zwischen Klavier und Schlagzeug. »

Bei Elektronik (Minimal Techno, 120-130 BPM) bringt der Boost bei 80-100 Hz Punch, ohne die Mid-Range-Elemente zu überdecken. Die Trennung zwischen Kick und Synthesizer-Bass bleibt lesbar, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Bei der a cappella-Stimme geben die leicht zurückgenommenen Mitten ein leicht distanziertes, aber nie künstliches Ergebnis.

Der Vergleich LDAC versus aptX Lossless auf derselben Qualcomm-Quelle zeigt einen wahrnehmbaren Unterschied bei den Transienten in aptX Lossless: Die Anschläge der Akustikgitarre sind definierter, das Hintergrundrauschen der Aufnahme wird besser wiedergegeben. Der Abstand zu AAC ist deutlicher, insbesondere bei der Gesamtdynamik. Der Equalizer der App ermöglicht die Korrektur der leichten Senke bei 400 Hz und die Abschwächung des Peaks bei 8 kHz, mit bestätigter Persistenz der Einstellungen nach der Trennung.

Kritisches HörenFloating Points · Floating Points – LesAlpx
« Bei diesem dichten elektronischen Titel ist der Sub-Bass-Roll-off unter 40 Hz wahrnehmbar: den tiefsten Schichten fehlt es an physischer Basis. Dagegen koexistieren der trockene Kick und die Synthesizer-Flächen ohne Maskierung. Der Peak bei 8-9 kHz zeigt sich leicht auf den hohen Harmonischen der Synths, ohne Belastung bei 45 Minuten kontinuierlichem Hören bei 70 dB SPL. »
ANC

Adaptives ANC: Tiefe und kontextuelles Verhalten

Die Redaktion hat das ANC des Melomania A100 in drei unterschiedlichen Umgebungen bewertet. In einer U-Bahn-Wagen (kontinuierliches Geräusch um 80-200 Hz) wird die zusätzliche Dämpfung gegenüber der passiven Isolation allein auf etwa 18 dB in diesem Frequenzbereich geschätzt. Dieses Ergebnis ist solide für einen In-Ear-Kopfhörer zu 119 €, auch wenn es hinter den 25-28 dB zurückbleibt, die beim Sony WF-1000XM5 unter gleichen Bedingungen gemessen wurden.

Im Open-Space (Stimmen, Tastaturen, Klimaanlage) reduziert das ANC den kontinuierlichen Hintergrundlärm wirksam, lässt jedoch Stimmen in weniger als 1,5 Metern Entfernung durch. Dieses Verhalten ist bei der Mehrheit der ANC-Modelle dieser Preisklasse üblich: die Unterdrückung impulsiver Stimmen ist strukturell schwieriger als die stationärer Geräusche.

Im Vergleich zum Melomania M100, dem direkten Vorgänger, gewinnt der A100 je nach Community-Rückmeldungen und verfügbaren Vergleichsmessungen etwa 4 bis 5 dB zusätzliche Dämpfung im Bassbereich. Der adaptive Modus reagiert bei einer plötzlichen Umgebungsänderung (Wechsel von einem ruhigen Flur zu einer belebten Straße) in 1,5 bis 2 Sekunden, was wahrnehmbar, aber nicht störend ist.

In einer Flugzeugsimulation (weißes Rauschen um 250 Hz bei 85 dB SPL über Lautsprecher) reduziert das ANC den Hintergrundlärm überzeugend, vergleichbar mit dem Soundcore Liberty 4 Pro im gleichen Test. Der durch das ANC erzeugte intraaurale Druck ist gering und liegt unter dem beim Bose QC Earbuds II empfundenen.

TRANSP.

Transparenz-Modus: Natürlichkeit und mobile Nutzbarkeit

Der Transparenzmodus des Melomania A100 gibt die Klangumgebung mit einer leichten Färbung in den hohen Mitten (1-3 kHz) wieder, die bei tiefen männlichen Stimmen wahrnehmbar ist, die leicht nasal klingen. Dieser Mangel ist bei digital verarbeiteten Transparenzen dieser Klasse üblich, und der A100 schneidet besser ab als der Melomania M100, bei dem die Restokklusion stärker ausgeprägt war.

Bei kurzen Gesprächen auf der Straße ist das Verständnis gut, sofern sich der Gesprächspartner in weniger als 2 Metern Entfernung befindet. Die Verarbeitungsverzögerung wird auf 10-15 ms geschätzt und ist in den meisten Situationen nicht wahrnehmbar. In der Supermarktkasse ist die Transparenz ausreichend, um eine Transaktion zu verfolgen, ohne die Hörer zu entfernen.

Bei stehenden Besprechungen zeigt die Transparenz ihre Grenzen: Entfernte Stimmen (über 3 Meter) werden mit einer leichten wahrnehmbaren Verzögerung und einer leichten nasalen Färbung wiedergegeben. Für eine gelegentliche Mobilitätsnutzung ist der Modus funktionsfähig. Bei längeren Besprechungen bleibt das Entfernen der Hörer vorzuziehen.

Die von mehreren Nutzern gemeldete Restokklusion ist vorhanden, aber moderat: Die eigene Stimme hallt bei lauter Unterhaltung leicht im Schädel wider. Dieses Phänomen verschwindet, sobald der Transparenzmodus aktiviert wird, was bestätigt, dass die passive Isolation der Aufsätze die Hauptursache ist.

MIKRO

Anrufqualität unter schlechten Bedingungen

Die Redaktion hat die Anrufqualität in drei Kontexten bewertet, mit Aufnahme der erfassten Stimme und kritischer Bewertung auf der simulierten Gesprächspartnerseite. Die Ergebnisse sind wie folgt:

  • Ruhiges Innenraum : Stimme mit guter Verständlichkeit wiedergegeben, leichte Kompression auf den Verschlusslauten wahrnehmbar, Grundgeräuschpegel bei -55 dBFS.
  • Straße mit mäßigem Wind (15-20 km/h) : Das Beamforming reduziert das Windgeräusch akzeptabel, aber Verarbeitungsartefakte treten bei den Zischlauten auf. Der Gesprächspartner nimmt ein intermittierendes Rauschen wahr.
  • Öffentlicher Nahverkehr (U-Bahn-Wagen) : Die Unterdrückung des Hintergrundgeräuschs ist bei kontinuierlichem Hintergrund korrekt, aber die Durchsagen im Wagen dringen teilweise in das erfasste Signal ein.

Das Beamforming der Mikrofone funktioniert in Innenräumen und bei schwachem Wind, kann aber nicht mit Lösungen mit drei Mikrofonen wie dem Sony WF-1000XM5 oder dem Bose QC Earbuds II mithalten. Für eine hauptsächlich innen- oder transportbezogene Nutzung ist die Qualität ausreichend. Bei häufigen beruflichen Außenanrufen sind die Grenzen real und dokumentiert.

AUTONOMIE

Tatsächliche Akkulaufzeit: Abweichung von den Herstellerangaben

Das von Mute Zone angewendete Testprotokoll: Lautstärke auf 75 dB SPL am Schallpegelmesser fixiert, Codec LDAC, Umgebungstemperatur 20°C, ANC aktiviert oder deaktiviert je nach Szenario. Die gemessenen Ergebnisse sind wie folgt:

  • ANC aktiviert: automatische Abschaltung nach 19 h 40 min (Ladeetui inklusive), also eine Abweichung von 6,6 % unter der Herstellerangabe von 21 h.
  • ANC deaktiviert: Abschaltung nach 36 h 15 min, also eine Abweichung von 6,9 % unter den angekündigten 39 h.

Diese Abweichungen liegen im akzeptablen Normbereich für diese Art von Herstellermessung, die in der Regel eine geringere Lautstärke (50-60 % des Maximums) und einen weniger energieintensiven Codec als LDAC verwendet.

Die Schnellladung ist wirksam: 10 Minuten im Ladeetui liefern etwa 2 h 30 min Akkulaufzeit bei aktiviertem ANC. Nach 30 Minuten Ladezeit gewinnen die In-Ear-Kopfhörer etwa 7 h Akkulaufzeit zurück. Das Ladeetui selbst wird über USB-C aufgeladen. Eine kabellose Ladefunktion ist bei diesem Modell nicht verfügbar, was einen deutlichen Nachteil gegenüber dem Sony WF-1000XM5 darstellt, der Qi unterstützt.

Die LED-Anzeige des Ladeetuis signalisiert drei Ladezustände (grün, orange, rot), ohne numerische Anzeige. Die App Cambridge Audio liefert einen genauen Prozentwert für die In-Ear-Kopfhörer und das Ladeetui, was das Fehlen einer physischen Anzeige ausgleicht.

APP

App Cambridge Audio und parametrischer Equalizer

Die App Cambridge Audio ist für Android und iOS verfügbar. Die Stabilität ist auf beiden getesteten Plattformen gut (Android 15, iOS 18.3): kein Absturz während vier Wochen Nutzung, Bluetooth-Verbindung zur App in weniger als 5 Sekunden bei jedem Start.

Der Equalizer bietet 10 parametrische Bänder mit einem Regelbereich von ±12 dB pro Band, was für diese Preisklasse großzügig ist. Fünf Voreinstellungen stehen zur Verfügung (Flat, Bass Boost, Vocal, Treble Boost, Custom). Die individuellen Einstellungen bleiben nach Trennung der Bluetooth-Verbindung erhalten, was bestätigt, dass die Parameter im internen Speicher der In-Ear-Kopfhörer gespeichert werden.

Die Touch-Steuerung ist über die App anpassbar: jede Geste (einfaches Tippen, Doppeltippen, Dreifachtippen, langes Drücken) kann einer Funktion aus einer Liste von acht Optionen zugewiesen werden (Wiedergabe/Pause, nächster Titel, Lautstärke, ANC, Transparenz, Sprachassistent, Anruf, nichts). Diese Granularität übertrifft das Angebot der App Soundcore auf dem Liberty 4 Pro.

Zwei Einschränkungen sind zu beachten:

  • Die App bietet kein Equalizer-Profil nach Musikgenre mit automatischem Lernen, im Gegensatz zur App Sony Headphones Connect.
  • Die Einstellung der ANC-Intensität (Schieberegler zwischen 0 und 10) ist vorhanden, doch der wahrnehmbare Unterschied zwischen den Stufen 7 und 10 ist gering, was auf einen nutzbaren Bereich von Stufe 5 bis 8 hindeutet.
FAZIT

Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu Konkurrenten bei 119 €

Vergleich: Melomania A100 vs Sony WF-C710N vs Soundcore Liberty 4 Pro

KriteriumCambridge Audio Melomania A100GetestetSony WF-C710NSoundcore Liberty 4 Pro
Preis (2026)
119 €
99 €
89 €
Gewicht pro Einheit
4,7 g
5,4 g
5,3 g
Codecs
SBC, AAC, LDAC, aptX Adaptive, aptX Lossless
SBC, AAC, LDAC
SBC, AAC, LDAC, aptX Adaptive
Akkulaufzeit ANC ein
19 h 40 min (gemessen)
7 h 30 min (gemessen)
11 h (angekündigt)
ANC Dämpfung tiefe Frequenzen
~18 dB (geschätzt)
~14 dB (geschätzt)
~16 dB (geschätzt)
Multipoint
Ja
Nein
Ja
Kabelloses Laden
Nein
Nein
Nein
IP-Schutzart
IPX5
IPX4
IPX5

Der Melomania A100 übertrifft seine direkten Konkurrenten bei drei objektiv gemessenen Kriterien: der realen Akkulaufzeit mit aktiviertem ANC (fast 20 Stunden gegenüber 7 bis 11 Stunden bei den Konkurrenten), der Codec-Kette (aptX Lossless fehlt bei Sony und Soundcore in dieser Preisklasse) sowie dem Gewicht pro Einheit (4,7 g gegenüber 5,3 bis 5,4 g). Diese Vorteile sind konkret und nicht nur kosmetisch.

Allerdings bietet der Melomania A100 kein kabelloses Laden, seine ANC-Leistung liegt unter der des Sony WF-1000XM5 (der doppelt so teuer ist, aber weiterhin die Referenz der Kategorie darstellt), und die Mikrofonqualität bei windigem Wetter im Freien ist verbesserungswürdig. Der interne Vorgänger Melomania M100 ist inzwischen preisreduziert erhältlich und bleibt relevant, wenn aptX Lossless und die verlängerte Laufzeit keine Priorität haben.

↔ Im Vergleich

Um ANC und Mikrofonqualität mit der Referenz der Kategorie zu vergleichen, siehe den vollständigen Test des Sony WF-1000XM5.

Fazit

Der Melomania A100 baut ein solides Argument um zwei echte Differenzierungsmerkmale bei 119 € auf: eine gemessene Laufzeit von knapp 20 Stunden bei aktiviertem ANC und eine Codec-Kette mit aptX Lossless, die bei direkten Konkurrenten in diesem Preissegment fehlt. Die Klangsignatur ist kontrolliert, der parametrische Equalizer gehört zu den umfassendsten seiner Kategorie, und der Komfort bei langen Sitzungen profitiert vom geringen Einzelgewicht.

Die Grenzen sind identifiziert und dokumentiert: unzureichende Mikrofonqualität bei starkem Wind, ANC, der bei mittleren Frequenzen nachgibt, fehlende kabellose Ladefunktion. Das Käuferprofil, für das der A100 2026 die richtige Wahl ist, ist dasjenige, das viel hört (Laufzeit), über eine Qualcomm-Quelle verfügt (aptX Lossless) und seine Kopfhörer hauptsächlich im Transport und im Innenbereich nutzt.

Häufige Fragen

Unterstützt der Cambridge Audio Melomania A100 wirklich aptX Lossless und unter welchen Bedingungen?+

aptX Lossless ist funktionsfähig auf dem Melomania A100, seine Aktivierung erfordert jedoch drei gleichzeitig erfüllte Bedingungen: eine Quelle mit kompatiblem Qualcomm-SoC Snapdragon Sound und aktuellem Treiber, eine Entfernung unter 5 Metern sowie eine wenig gesättigte Funkumgebung. Die Cambridge-Audio-App bestätigt den aktiven Codec. Die Redaktion hat eine Latenz von 48 ms in aptX Lossless gemessen, gegenüber 65 ms in LDAC und 120 ms in AAC. Bei Apple- oder generischen Android-Quellen wechselt der Codec automatisch zu AAC oder LDAC.

Wie hoch ist die reale Laufzeit des Melomania A100 mit aktiviertem ANC im Jahr 2026?+

Das Mute-Zone-Protokoll (Lautstärke auf 75 dB SPL, Codec LDAC) ergibt 19 h 40 min bei aktiviertem ANC und 36 h 15 min bei deaktiviertem ANC, gegenüber 21 h und 39 h, die Cambridge Audio angibt. Die Abweichung ist üblich und erklärt sich durch die Messbedingungen des Herstellers. Der Codec beeinflusst den Verbrauch: der Wechsel von LDAC zu AAC verlängert die Laufzeit leicht um 5 bis 8 %. Die Schnellladung ist wirksam, mit einem signifikanten Zuwachs in 15 Minuten, der im Test bestätigt wurde.

Ist der Melomania A100 besser als der Melomania M100?+

Bei messbaren Kriterien übertrifft der A100 den M100 in drei Punkten: der ANC gewinnt etwa 4 bis 5 dB zusätzliche Dämpfung im Bassbereich, aptX Lossless fehlt beim M100, und die Laufzeit ist deutlich länger. Der Transparenzmodus ist beim A100 ebenfalls weniger gefärbt, mit reduzierter Restokklusion. Der Preisunterschied zwischen den beiden Modellen ist für den Einsatz im Transport oder im Home-Office mit Qualcomm-Quelle gerechtfertigt. Für eine rein musikalische Nutzung ohne ANC ist der Unterschied weniger entscheidend.

Eignen sich die Cambridge Audio Melomania A100 mit ihrer IPX5-Zertifizierung für den Sport?+

Die Zertifizierung IPX5 deckt den Druckwasserstrahl ab und schützt somit vor Schweiß und leichtem Regen, jedoch nicht vor Eintauchen. Bei schnellem Gehen und leichtem Joggen ist der Halt mit passend dimensionierten Stöpseln zufriedenstellend. Ohne Stabilisierungsflügel sind diese Kopfhörer jedoch für intensives Laufen oder plötzliche Tempowechsel wenig geeignet. Der adaptive ANC-Modus reagiert in 1,5 bis 2 Sekunden auf eine Umgebungsänderung, was bei moderatem Sport wahrnehmbar, aber nicht störend ist.

Ist der Transparenzmodus des Melomania A100 im Alltag nutzbar?+

Der Transparenzmodus ist bei gelegentlicher urbaner Mobilität funktionsfähig: die Verarbeitungsverzögerung wird auf 10-15 ms geschätzt, in der Mehrzahl der Situationen nicht wahrnehmbar, und die Verständlichkeit ist bis zu 2 Metern korrekt. Die Färbung ist in den oberen Mitten (1-3 kHz) leicht, was männlichen tiefen Stimmen eine leichte Nasalität verleiht. Dieser Mangel ist weniger ausgeprägt als beim M100. Bei längeren Besprechungen oder Stimmen jenseits von 3 Metern bleibt das Entfernen der Kopfhörer vorzuziehen. Die Restokklusion verschwindet sofort bei Aktivierung des Transparenzmodus.

Funktioniert der Melomania A100 gut im Multipoint-Modus mit zwei gleichzeitig verbundenen Geräten?+

Der Multipoint-Modus mit zwei Geräten ist auf dem Melomania A100 betriebsbereit, mit einer gemessenen Umschaltzeit zwischen 1,5 und 2,5 Sekunden je nach Quelle, die die Kontrolle übernimmt, gegenüber etwa 1 Sekunde beim Sony WF-1000XM5. Bei den Umschaltungen im Home-Office (Smartphone und Laptop gleichzeitig) wurden keine abrupten Unterbrechungen beobachtet, was das entscheidende Kriterium bei professioneller Nutzung ist. Hinweis: Multipoint in LDAC ist nicht bei allen Quellen garantiert, manche Konfigurationen erzwingen beim gleichzeitigen Verbinden einen Rückfall auf AAC.

[02] · DETAILLIERTER VERGLEICH

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Codecs
SBCAACLDACaptX AdaptiveaptX Lossless
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Hi-Res
Ja
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Geräuschunterdrückung
ANC
Ja · adapt.
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Dämpfung
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Transparenzmodus
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Laufzeit
Laufzeit ANC an
21 h
k. A.
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k. A.
Laufzeit ANC aus
39 h
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Schnellladung
10 Min. → 3.2 h
k. A.
k. A.
k. A.
Konnektivität
Bluetooth
5.4
k. A.
k. A.
k. A.
Multipoint
Ja · 2 Geräte
k. A.
k. A.
k. A.
Raumklang
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Parametrischer Equalizer
Ja
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Verarbeitung und Komfort
Form
in-ear
k. A.
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Gewicht
4.7 g
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k. A.
Wasserschutz
IPX5
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Preis
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