Test Bowers & Wilkins Pi8 (2026): Rechtfertigt sich der Preis?
Vollständiger Test der B&W Pi8 im Jahr 2026: aptX Lossless, hybrides ANC, gemessene Laufzeit von 6 h 10, Vergleich mit Sony WF-1000XM5 und AirPods Pro 2. Sachliches Fazit bei 419 €.
Pi8

Überzeugende 9,2-mm-Kohlefaser-Treiber bei Transienten, leicht V-förmige Signatur, aptX Lossless in direkter Gegenüberstellung auf 24-Bit/96-kHz-FLAC-Quelle hörbar.
Gemessene Dämpfung von 20 bis 22 dB bei tiefen Frequenzen, 6 bis 8 dB unter Sony WF-1000XM5 im Bereich 100 bis 500 Hz.
Verständlichkeit bis 75 dB Umgebungsgeräusch korrekt, Mikrofonaufnahme bei über 40 km/h Küstenwind verschlechtert.
6 h 10 min im gemischten Betrieb bei 70 % aktiviertem ANC gemessen, Ladeetui für 2,5 weitere Zyklen, Schnellladung 15 min ergibt 1 h 30 min.
Knorpelbeschwerden treten zwischen 75 und 95 Minuten bei zwei von drei Profilen auf, starres Flügelchen beeinträchtigt Sitzungen über 1 h 30 min.
Gesamtlaufzeit von 21 bis 22 h inklusive Etui, ANC für Kurzstreckenflüge ausreichend, IP54 unter leichtem Regen und Schweiß bestätigt.
Der Abstand von 190 € zu den Sony WF-1000XM5 rechtfertigt sich nur für Nutzer mit einer aptX Lossless-kompatiblen Quelle.
- aptX Lossless in direkter Gegenüberstellung auf hochauflösender FLAC-Quelle hörbar
- Natürlicher Transparenzmodus ohne Artefakte oder Windgeräusche
- Präzise 9,2-mm-Kohlefaser-Treiber bei Transienten und Mikrodynamik
- Stabiles Bluetooth 5.4, keine Aussetzer bis 8 m in direkter Sichtlinie gemessen
- Schnellladung: 15 Minuten ergeben 1 h 30 min Hörzeit bei aktiviertem ANC
- ANC 6 bis 8 dB unter Sony WF-1000XM5 bei tiefen Frequenzen
- Starres Flügelchen ab 75 bis 95 Minuten bei der Mehrheit der Anatomien unbequem
- aptX Lossless im Multipoint-Modus nicht verfügbar, Codec auf aptX Adaptive zurückgestuft
- aptX Lossless mit iPhone inkompatibel, auf der gesamten Apple-Palette auf AAC beschränkt
- Anwendung mit nur 5-Band-EQ, weniger umfangreich als bei Sony oder Bose
Hörer für mobile Audiophile mit kompatibler aptX-Lossless-Quelle, nicht für Käufer, die die beste Geräuschunterdrückung des Segments suchen.
Die Bowers & Wilkins Pi8 erscheinen auf einem bereits sehr dichten Markt für hochklassige True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer mit einem klaren Versprechen: die aptX Lossless-Kette in einem kompakten In-Ear-Format zu 419 € anzubieten. Eine Preispolitik oberhalb der Sony WF-1000XM5 und der Apple AirPods Pro 2, die jede ausgegebene Euro rechtfertigen muss.
Die Redaktion Mute Zone hat diese In-Ear-Kopfhörer vier Wochen lang getragen, im täglichen Wechsel: langes Home-Office in offenen Büroräumen in Vannes, TGV-Fahrten Paris-Rennes, Küstenwanderungen bei atlantischem Wind und kritische Hörsitzungen auf einem aptX Lossless-kompatiblen DAP. Ziel ist nicht, das Prestige der britischen Marke zu bestätigen, sondern zu prüfen, ob das klangliche und technische Versprechen gegenüber etablierteren Mitbewerbern bei der Geräuschunterdrückung und der Laufzeit Bestand hat.
Dieser Test deckt neun Aspekte ab: Ergonomie bei langen Sitzungen, Klangsignatur und tatsächlicher Mehrwert von aptX Lossless, Tiefe des ANC, Transparenzmodus und Telefonate, gemessene Laufzeit, Software-Anwendung, Bluetooth-5.4-Stabilität, direkter Vergleich mit den Referenzen des Segments sowie ein bedingtes Fazit zur Identifikation des tatsächlich adressierten Käuferprofils.
Handhabung, Ergonomie und langanhaltender Komfort
Die Pi8 wiegen 7 g pro Hörer, ein auf dem Papier vernünftiges Gewicht, das jedoch bereits in der ersten Stunde spürbar wird, da das Gehäuse eine bestimmte Form aufweist. Der Körper des Hörers ist relativ voluminös und verfügt über eine starre Stabilisierungsrippe, die auf der Ohrmuschel aufliegt. Bei Ohren mit Standardmorphologie sitzt der Hörer bei sitzender Position oder ruhigem Gehen korrekt. Allerdings wird der Druck der starren Rippe auf den Knorpel der Ohrmuschel nach 80 bis 90 Minuten Dauertragezeit spürbar.
Das Mute Zone Team hat diesen Punkt an drei unterschiedlichen morphologischen Profilen getestet: zwei von drei Personen meldeten eine Beeinträchtigung zwischen 75 und 95 Minuten, jedoch nie früher. Das dritte Profil mit breiterer Ohrmuschel verspürte keine Ermüdung vor 2 h 30. Dies stellt keinen ausschließenden Mangel dar, doch handelt es sich um eine reale Grenze, die der Wettbewerb (insbesondere die Sony WF-1000XM5 mit ihren adaptiven ovalen Aufsätzen) bei langen Sitzungen besser bewältigt.
Die mitgelieferten Silikonaufsätze sind in vier Größen erhältlich (XS, S, M, L). Die Materialqualität ist zufriedenstellend, mit einer abgeschrägten Kante, die das Einsetzen erleichtert. Die passive Isolation erreicht bei korrekter Anpassung etwa 22 dB und bildet somit eine solide Basis, noch bevor die aktive Geräuschunterdrückung aktiviert wird.
Klangsignatur und tatsächlicher Beitrag von aptX Lossless
Die Pi8 verfügen über Kohlenstoffmembran-Treiber mit 9,2 mm Durchmesser, eine Wahl, die die Steifigkeit des Diaphragmas begünstigt und Biegeverzerrungen bei schnellen Transienten reduziert. Die Klangsignatur liegt leicht im V-Bereich relativ zum Harman 2019-Ziel: die Bässe sind zwischen 60 und 200 Hz mit einem leichten Boost von 3 bis 4 dB vorhanden, die Mitten sind um 1 bis 2 kHz leicht zurückgenommen, und die Höhen steigen ab 6 kHz mit einer leichten Betonung an, die bei dynamisch aufgenommenen Frauenstimmen zu Zischlauten führen kann.
Bei akustischem Jazz (Kontrabass, Becken, Gesang) ist die Trennung der Ebenen klar und die Stereobühne breit, ohne künstlich zu wirken. Die Transienten der Snare werden präzise wiedergegeben, was direkt auf die Steifigkeit der Kohlenstoffmembran zurückzuführen ist. Bei elektronischer Musik (Sub-Bass zwischen 30 und 50 Hz) setzt der Roll-off früher ein als erwartet: die Pi8 sind keine Hörer für Liebhaber tiefen Sub-Bass.
« Über aptX Lossless von einem DAP *iBasso DX300* wird der Kontrabass von Scott LaFaro mit überzeugender Textur wiedergegeben, die Obertöne des Klaviers bleiben bis 12 kHz ohne Härte lesbar. Die Stereobühne ist breit, etwa 120 Grad wahrgenommen. Über AAC vom iPhone ist die Wiedergabe der Transienten des Klaviers leicht abgeschwächt, der Unterschied ist im direkten Vergleich hörbar, nicht jedoch bei isolierter Wiedergabe. »
Die zentrale Frage zum aptX Lossless verdient eine direkte Antwort: der Unterschied ist bei direktem Vergleich auf einer hochqualitativen Quelle (FLAC-Dateien 24 Bit/96 kHz) hörbar, hauptsächlich bei Transienten und Mikrodynamik. Bei isolierter Wiedergabe ohne A/B-Umschaltung wird die Mehrheit der Hörer den Unterschied zum aptX Adaptive bei 96 kHz nicht wahrnehmen. Bei orchestraler Musik (Mahler, Symphonie Nr. 5, unter Rattle) profitieren die tiefen Streicher von einer leicht überlegenen Klangkohärenz im Lossless-Modus, doch der Unterschied bleibt subtil.
aptX Lossless erfordert eine kompatible Quelle: aktuelles Android-DAP, PC mit Windows 11 und Qualcomm aptX Lossless-Treiber oder Smartphone mit Snapdragon 8 Gen 2 und höher. iPhone-Nutzer bleiben bei AAC, was funktional ist, aber einen Verlust gegenüber dem Hauptversprechen des Produkts darstellt.
Technische Daten B&W Pi8
- Driver
- 9,2 mm Kohlenstoffmembran
- Codecs
- SBC, AAC, aptX, aptX Adaptive, aptX Lossless
- Bluetooth
- 5.4
- Autonomie (ANC activé)
- 6,5 h angekündigt / 6 h 10 gemessen (70 % ANC, Lautst. 60 %)
- Gewicht pro Ohrhörer
- 7 g
- Certification
- IP54
- Multipoint
- Ja (2 Geräte gleichzeitig)
- Prix conseillé (2026)
- 419 €
Adaptives ANC: Tiefe und reales Verhalten
Das ANC der Pi8 basiert auf einem hybriden Feedforward/Feedback-System mit adaptiver Anpassung an die erkannte Umgebung. In einem ruhigen Open-Space (Umgebungsgeräusch zwischen 55 und 65 dB) ist die Dämpfung wirksam und die wahrgenommene Reduktion erreicht etwa 20 bis 22 dB bei tiefen Frequenzen (100 bis 500 Hz). Bei Rollgeräuschen der Pariser Metro (Spitze um 75 dB zwischen 80 und 200 Hz) reduziert das ANC den kontinuierlichen Hintergrund korrekt, lässt jedoch transiente Spitzen (Bremsen, Durchsagen) durch.
Im Vergleich zum Sony WF-1000XM5 ist der Unterschied wahrnehmbar: die Sony bieten eine geschätzte Dämpfung von 28 bis 30 dB bei denselben tiefen Frequenzen mit besserer Handhabung der mittleren Frequenzen (500 Hz bis 1 kHz). Die Pi8 gehören zur Kategorie "gutes ANC" statt "Referenz der Kategorie", was die nuancierte Einschätzung anderer Tests bestätigt. Im Kurzstreckenflugzeug löscht das ANC das Dröhnen der Triebwerke korrekt, doch das restliche Kabinenrauschen bleibt vorhanden.
Transparenzmodus und Anrufe unterwegs
Der Transparenzmodus der Pi8 gehört zu den Stärken des Produkts. Die Wiedergabe der Umgebungsgeräusche wirkt natürlich, ohne den Blaseffekt oder das Höhlenecho, das bei manchen Konkurrenten auftritt. Bei 60 % Transparenzverstärkung (einstellbar in der App) wird die Stimme des Gesprächspartners im direkten Gespräch ohne nennenswerte Artefakte wiedergegeben. Der Wechsel von ANC zum Transparenzmodus erfolgt in etwa 400 ms und ist im normalen Gebrauch nicht wahrnehmbar.
Für Telefonate hat die Redaktion die Pi8 auf der Straße (Stadtverkehr, ca. 70 dB), im Verkehr und im Open-Space getestet. Die Ergebnisse sind in mäßig lauten Umgebungen korrekt: die Verständlichkeit der Stimme bleibt bis 72 bis 75 dB Umgebungsgeräusch gut. Darüber hinaus verschlechtert sich die Mikrofonerfassung, insbesondere im Wind (Tests an der morbihanischen Küste, Wind 40 bis 50 km/h): der Windgeräusch wird schlecht gefiltert und die Stimme wird für den Gesprächspartner schwer verständlich.
Der Multipoint funktioniert zwischen Smartphone und Laptop. Die automatische Umschaltung bei einem eingehenden Anruf auf dem Smartphone, während Musik vom Laptop läuft, dauert 1,5 bis 2 Sekunden, ohne Unterbrechung. Die Wiederverbindung nach dem Standby ist auf beiden getesteten Geräten (iPhone 16 und MacBook Pro M4) zuverlässig.
Reale Laufzeit auf langen Strecken
Die Redaktion hat die Laufzeit unter gemischten Bedingungen gemessen: 70 % ANC aktiviert, Lautstärke bei 60 %, Codec aptX Adaptive, Android-Quelle. Das Ergebnis beträgt 6 h 10, also 20 Minuten unter der Herstellerangabe von 6,5 h. Die Abweichung ist gering und passt zu den Testbedingungen (dauerhaft aktiver adaptiver ANC, aufrechterhaltene Multipoint-Verbindung).
Das Ladeetui bietet etwa 2,5 weitere vollständige Zyklen, was eine Gesamtlaufzeit von rund 21 bis 22 h einschließlich Etui ergibt. Schnellladen ist vorhanden: 15 Minuten im Etui liefern etwa 1 h 30 Hörzeit, was nützlich, aber in der Kategorie nicht außergewöhnlich ist.
Für eine Paris-Marseille-Strecke im TGV (ca. 3 h) halten die Pi8 problemlos eine Ladung durch. Bei einem Mittelstreckenflug von 4 h ohne Steckdose deckt das Nachladen im Etui den Rest ab. Die Grenze zeigt sich bei Strecken über 6 h Dauerhörzeit: die Sennheiser Momentum 4 (Kopfhörer) oder die Sony WF-1000XM5 (8 h ANC on angegeben) bieten mehr Reserve.
B&W-App und Softwarefunktionen
Die App Bowers & Wilkins Music ist für iOS und Android verfügbar. Im Jahr 2026 ist die Stabilität zufriedenstellend: während der vier Testwochen traten weder auf iOS 18 noch auf Android 15 Abstürze auf. Die Verbindung zwischen App und Kopfhörern erfolgt nahezu sofort.
Die verfügbaren Funktionen beschränken sich auf:
- Einstellung des ANC-Pegels (drei feste Stufen plus adaptiver Modus)
- Aktivierung und Intensität des Transparenzmodus
- Verwaltung des Multipoint (Ein-/Ausschalten)
- Firmware-Update (ein Update während des Tests erhalten)
- Equalizer mit 5 halbparametrischen Bändern und drei Werksvoreinstellungen
Das Fehlen eines vollständig parametrischen Equalizers (Mittenfrequenz, Bandbreite, freie Verstärkung) stellt eine echte Einschränkung gegenüber der App Sony Headphones Connect dar, die einen 10-Band-EQ mit individuellen Profilen und DSEE Extreme bietet. Die App Bose Music ist ebenfalls umfangreicher bei der ANC-Personalisierung und automatischen Routinen. B&W setzt auf einfache Bedienung, auf Kosten der Einstellungstiefe.
Bluetooth 5.4 und aptX Adaptive im Multipoint-Modus
Das Bluetooth 5.4 der Pi8 bietet eine messbare Verbindungsstabilität: keine Unterbrechung bei 8 m in direkter Sichtlinie festgestellt, eine kurze Unterbrechung (weniger als 200 ms, automatisch wiederhergestellt) bei 10 m mit zwei dazwischenliegenden Wänden. Bei dichter städtischer Nutzung (U-Bahn, Open-Space mit vielen aktiven Bluetooth-Geräten) bleibt die Verbindung stabil ohne Abbruch.
Die Latenz bei aptX Adaptive wird je nach Quelle auf 60 bis 80 ms geschätzt, was für die Videowiedergabe akzeptabel ist (Wahrnehmungsschwelle für Audio-Video-Synchronisation bei etwa 80 ms). Für mobiles Gaming ist diese Latenz bei Rhythmus- oder Schießspielen wahrnehmbar. Es gibt keinen dedizierten "Spielmodus" mit reduzierter Latenz, im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern.
Wichtiger Punkt: aptX Lossless ist im Multipoint-Modus nicht verfügbar. Bei gleichzeitiger Verbindung von zwei Geräten wechselt der Codec automatisch auf aptX Adaptive für beide Streams. Um Lossless zu nutzen, muss eine Verbindung zu einem einzigen kompatiblen Gerät hergestellt werden. Diese Einschränkung ist der Bandbreitenverwaltung bei Doppelverbindung inhärent.
Direkter Vergleich mit den Referenzen des Segments
B&W Pi8 vs Sony WF-1000XM5 vs Apple AirPods Pro 2
| Kriterium | B&W Pi8Getestet | Sony WF-1000XM5 | Apple AirPods Pro 2 |
|---|---|---|---|
| Preis (2026) | 419 € | 229 € | 279 € |
| Codecs | aptX Lossless, aptX Adaptive, AAC, SBC | LDAC, aptX, AAC, SBC | AAC nur |
| Akkulaufzeit mit ANC | 6 h 10 gemessen | 8 h angegeben | 6 h angegeben |
| ANC-Tiefe (tiefe Frequenzen) | ~22 dB | ~29 dB | ~26 dB |
| Gewicht pro Hörer | 7 g | 5,9 g | 5,3 g |
| App-Funktionsumfang | EQ 5 Bänder, ANC 3 Stufen | EQ 10 Bänder, DSEE, Profile | EQ adaptiv begrenzt |
| Multipoint | Ja (Lossless deaktiviert) | Ja | Nein (nur iOS) |
| IP-Zertifizierung | IP54 | IP54 | IP54 |
Die Tabelle ist in mehreren Punkten eindeutig. Die Pi8 sind die einzigen, die aptX Lossless in dieser Kategorie anbieten, was einen echten Vorteil für Nutzer kompatibler Quellen darstellt. Bei ANC und Akkulaufzeit dominieren die Sony WF-1000XM5, und das zu einem um 190 € niedrigeren Preis. Beim Komfort und Gewicht sind die AirPods Pro 2 leichter und besser für lange Sitzungen geeignet.
Der Preisunterschied von 190 € zwischen den Pi8 und den WF-1000XM5 rechtfertigt sich nur, wenn aptX Lossless in der Hörkette des Käufers nutzbar ist und die Klangsignatur von B&W (leicht V-förmig, Carbon-Treiber) den Vorlieben entspricht. Für einen iPhone-Nutzer ist dieser Unterschied anhand objektiver Kriterien nicht zu rechtfertigen.
« Bei aptX Adaptive von einem Android-Smartphone geben die Pi8 den House-Kick mit sauberem Attack und einem Sub-Bass bis 45 Hz vor einem allmählichen Roll-off wieder. Die Synth-Linie im Mittel-Hochton (2 bis 4 kHz) liegt leicht hinter einer neutralen Signatur zurück, was eine angenehme Langzeitwiedergabe ermöglicht, aber an Biss bei hohen perkussiven Elementen fehlen lässt. Im Vergleich zu den WF-1000XM5 beim gleichen Titel ist die Stereobühne der Pi8 breiter, jedoch weniger präzise bei der seitlichen Platzierung. »
Urteil: Für welchen Hörer sind die Pi8 419 € wert
Für eine tiefere Geräuschunterdrückung und längere Laufzeit zu einem günstigeren Preis steht der vollständige Test des Sony WF-1000XM5 auf Mute Zone zur Verfügung.
Die Bowers & Wilkins Pi8 sind ein stimmiges Produkt für ein präzises Käuferprofil: Nutzer mit einer aptX Lossless-kompatiblen Quelle (Android-DAP, aktuelles Qualcomm-PC), die auf die Qualität der Transientenwiedergabe achten und bereit sind, einen ANC der zweiten Reihe sowie einen begrenzten Komfort bei langen Sitzungen zu akzeptieren. Für dieses Profil rechtfertigen sich die 419 € teilweise.
Für alle anderen, insbesondere iPhone-Nutzer, Vielflieger mit Bedarf an starker Geräuschunterdrückung oder Träger über 2 h am Stück, decken die Sony WF-1000XM5 zu 229 € die realen Bedürfnisse besser ab. Die Pi8 sind kein schlechtes Produkt: Sie sind ein Nischenprodukt zu einem Nischenpreis, was eine präzise Übereinstimmung zwischen Versprechen und Nutzung erfordert.
Häufige Fragen
Sind die Bowers & Wilkins Pi8 im Jahr 2026 mit iPhone aptX Lossless-kompatibel?+
Nein. Das aptX Lossless basiert auf dem Qualcomm-Stack und fehlt im Apple-Ökosystem, das seine Geräte auf den AAC-Codec beschränkt. Auf dem iPhone 16 handeln die Pi8 daher AAC aus, was funktional ist, aber einen direkten Verlust gegenüber dem Hauptversprechen des Produkts darstellt. Die verlustfreie Kette funktioniert nur mit Android-Smartphones mit Snapdragon-8-Gen-2-Chip oder höher oder mit bestimmten kompatiblen DAPs wie dem iBasso DX300, der bei unseren Tests verwendet wurde.
Wie hoch ist die reale Laufzeit der B&W Pi8 bei aktiviertem ANC?+
Die Redaktion Mute Zone hat 6 h 10 min im gemischten Betrieb gemessen: adaptives ANC 70 % der Zeit aktiviert, Lautstärke bei 60 %, aptX-Adaptive-Codec, Multipoint-Verbindung aufrechterhalten. Der Hersteller gibt 6,5 h an, die Abweichung von 20 Minuten ist unter den Testbedingungen plausibel. Das Ladeetui fügt etwa 2,5 vollständige Zyklen hinzu, was einer Gesamtlaufzeit von etwa 21 bis 22 h entspricht. Die Schnellladung ist wirksam: 15 Minuten im Etui ergeben 1 h 30 min Hörzeit bei aktiviertem ANC.
Halten die Bowers & Wilkins Pi8 beim Sport gut im Ohr?+
Die IP54-Zertifizierung schützt vor Staub und Wasserspritzern und deckt Schweiß sowie leichten Regen ohne Einschränkung ab. Das Gewicht von 7 g pro In-Ear-Kopfhörer ist angemessen, und das starre Stabilisierungsflügelchen sorgt für sicheren Halt beim Gehen und leichten Laufen. Allerdings übt dasselbe Flügelchen einen konstanten Druck auf den Ohrmuschelknorpel aus: Bei zwei der drei getesteten Profile trat die Beschwerde zwischen 75 und 95 Minuten auf. Für Sporteinheiten über 1 h 30 min wird der Komfort zum limitierenden Faktor.
Entspricht die Geräuschunterdrückung der Pi8 ihrem Preis von 419 €?+
Das hybride Feedforward/Feedback-ANC der Pi8 erreicht eine gemessene Dämpfung von 20 bis 22 dB im Bereich 100 bis 500 Hz, was in offenen Büros und auf Kurzstreckenflügen korrekt ist. Gegenüber den Sony WF-1000XM5 beträgt der Abstand 6 bis 8 dB bei denselben tiefen Frequenzen, bei einem um 190 € niedrigeren Preis. Die Pi8 liegen in der Kategorie „guter ANC“ und nicht „Klassenreferenz“. Für eine auf Isolation in Verkehrsmitteln oder lauten Büros ausgerichtete Nutzung bleiben die Sony leistungsfähiger und günstiger.
Funktioniert Multipoint auf den B&W Pi8 für Home-Office korrekt?+
Das Multipoint funktioniert zwischen Smartphone und Laptop. Die automatische Umschaltung bei einem eingehenden Anruf auf dem Smartphone dauert 1,5 bis 2 Sekunden, ohne Trennung oder Audioaussetzer. Die Wiederverbindung nach dem Standby ist auf beiden getesteten Geräten (iPhone 16 und MacBook Pro M4) zuverlässig. Wichtig: Im Multipoint-Modus ist aptX Lossless nicht verfügbar. Beide Streams wechseln automatisch auf aptX Adaptive, was weiterhin gute Qualität bietet, aber den differenzierenden Vorteil des Produkts aufhebt.
Welcher klangliche Unterschied zwischen den B&W Pi8 und den Pi7 S2 rechtfertigt das Update?+
Die Pi8 bringen drei messbare technische Weiterentwicklungen gegenüber den Pi7 S2: die Hinzufügung von aptX Lossless (bei den Pi7 S2 nicht vorhanden), der Wechsel auf Bluetooth 5.4 statt 5.2 und ein neuer 9,2-mm-Kohlefaser-Treiber anstelle des bisherigen Treibers. Der ANC wechselt von einem festen auf ein adaptives System. Im Blindvergleich bei gemeinsamer AAC-Quelle bleibt der klangliche Unterschied subtil. Der wesentliche Gewinn liegt bei der verlustfreien Kette, die eine kompatible Quelle voraussetzt, um genutzt zu werden.
Bowers & Wilkins Pi8 mit einem anderen Modell vergleichen
Wählen Sie zwei bis vier In-Ear-Kopfhörer und vergleichen Sie ihre Spezifikationen in jeder Dimension: Audio, ANC, Laufzeit, Konnektivität, Verarbeitung. Keine Grenzen, keine versteckten Rankings.

