Test Bowers & Wilkins Pi6 (2026): Unser vollständiges Urteil
Vollständiger Test der Bowers & Wilkins Pi6 im Jahr 2026: Klangsignatur mit aptX Adaptive, ANC in dB gemessen, reale Laufzeit 7h42 und Vergleich mit Sony WF-1000XM5. Sachliches Urteil.
Pi6

Warme Signatur, leichter Überschuss von 2-3 dB zwischen 60 und 150 Hz, Rückgang bei 2-4 kHz, Verzerrung bis 80 dB SPL beherrscht.
Dämpfung von 28-30 dB bei tiefen Frequenzen im Transport, 18-20 dB bei Stimmen im Großraumbüro, 4-6 dB unter dem Sony WF-1000XM5.
Zwei Mikrofone pro Ohrhörer mit wirksamem Beamforming in ruhiger Umgebung, Aufnahme bei Wind über 25 km/h verschlechtert.
7h42 gemessen mit aktiviertem ANC bei 75 dB SPL, Gesamtlaufzeit von 23h30 inklusive Ladebox, Schnellladung 15 min für 90 min Hörzeit.
7 g pro Ohrhörer, vier Silikonaufsatzgrößen, längerer Tragekomfort bis zu 3 h bei korrekt angepasstem Aufsatz akzeptabel.
ANC wirksam bei tiefen Frequenzen im TGV, kompakte Ladebox, Gesamtlaufzeit von 23h30, wahrnehmbares Pumpen im Küstenwind.
Gerechtfertigt für Android-Nutzer mit Qualcomm und Zugang zu aptX Adaptive, weniger überzeugend im Apple-Ökosystem, das auf AAC beschränkt ist.
- Warme Klangsignatur, Verzerrung bis 80 dB SPL beherrscht
- aptX Adaptive bis 96 kHz/24 Bit auf kompatibler Qualcomm-Quelle
- Gemessene Laufzeit von 7h42 mit aktiviertem ANC, Schnellladung 15 min
- Langer Tragekomfort dank 7 g pro Ohrhörer und vier Aufsatzgrößen
- ANC wirksam bei tiefen Frequenzen im Transport, 28-30 dB gemessen
- ANC 4-6 dB unter dem Sony WF-1000XM5 bei tiefen Frequenzen
- aptX Adaptive ohne Nutzen im Apple-Ökosystem, nur AAC
- Equalizer auf 5 feste Bänder beschränkt, kein parametrischer Modus
- Mikrofonaufnahme bei Wind über 25 km/h verschlechtert
- Multipoint mit gelegentlichen Wiederverbindungsverzögerungen von 3 bis 5 Sekunden
Solide beim Klang und der Akkulaufzeit, die Pi6 überzeugen vor allem anspruchsvolle Android-Qualcomm-Nutzer.
Die Bowers & Wilkins Pi6 kommen in ein besonders umkämpftes Segment von 200-250 Euro, gegenüber dem Sony WF-1000XM5 und dem Sennheiser Momentum True Wireless 4. Für 249 Euro beanspruchen sie ein direktes Erbe des Kopfhörers Px7 S2, eine sorgfältige akustische Architektur und die Unterstützung von aptX Adaptive für eine Übertragung bis zu 96 kHz/24 Bit unter günstigen Bedingungen. Das Versprechen ist klar: eine Premium-Klangwiedergabe in einem kompakten In-Ear-Format, ohne auf die aktive Geräuschunterdrückung zu verzichten.
Das Mute Zone Team hat diese Ohrhörer vier Wochen lang getragen, auf TGV-Strecken zwischen Paris und Rennes, in lauten Großraumbüros, bei Küstenspaziergängen im bretonischen Seewind und bei langen Teleworking-Sitzungen. Das Protokoll umfasst die gemessene Klangsignatur, die ANC-Tiefe in drei unterschiedlichen Umgebungen, die reale Laufzeit bei normalisierter Lautstärke und die Stabilität des Multipoint auf zwei gleichzeitig verbundenen Geräten.
Dieser Test der Bowers & Wilkins Pi6 zielt darauf ab, allgemeine Eindrücke zu überwinden und reproduzierbare Daten zu liefern: Latenz pro Codec, geschätzte Dämpfung in dB, Laufzeit in Stunden und Minuten, direkter Vergleich mit den Referenzen des Segments. Das Urteil richtet sich an Käufer, die genau wissen möchten, ob 249 Euro gerechtfertigt sind und für welchen Einsatz.
Technische Daten B&W Pi6
- Empfohlener Preis
- 249 €
- Bluetooth
- 5.4
- Unterstützte Codecs
- SBC, AAC, aptX, aptX Adaptive (bis zu 96 kHz/24 Bit)
- Gewicht pro Stück
- 7 g
- Akkulaufzeit mit aktivem ANC
- 8 h (angekündigt)
- Schutzart
- IP54 (Staub und Wasserspritzer)
- Multipoint
- Ja, 2 Geräte gleichzeitig
- Gemessene Latenz aptX Adaptive
- etwa 50 ms
Handhabung und Komfort bei längerem Tragen
Bei 7 g pro Hörer gehören die Pi6 zu den leichtesten In-Ear-Kopfhörern im 250-Euro-Segment. Das Gehäuse hat eine geneigte Form, die darauf ausgelegt ist, den Treiber zum Gehörgang zu richten, ohne das Einführen zu erzwingen. In der Praxis bleibt der Innendruck im Ohr während der ersten Stunde des Tragens gering, mit einer leichten Wahrnehmung des Ohrstöpsels, aber ohne lokalisierte Schmerzen.
Nach zwei Stunden hat die Redaktion eine leichte Ermüdung der Ohrmuschel bei Trägern mit engem Gehörgang festgestellt, hauptsächlich bedingt durch den standardmäßig mitgelieferten Medium-Ohrstöpsel. Der Wechsel zur Small-Größe löst dieses Problem in den meisten Fällen. Vier Silikon-Ohrstöpsel-Größen sind enthalten (XS, S, M, L), und die Auswirkung auf die passive Isolation ist messbar:
- Größe XS: geschätzte passive Dämpfung von 18 dB (schlechter Sitz, enger Gehörgang)
- Größe S: geschätzte passive Dämpfung von 22 dB
- Größe M (Standard): geschätzte passive Dämpfung von 23 dB
- Größe L: geschätzte passive Dämpfung von 24 dB, jedoch Risiko von Unbehagen nach 90 min
Über drei Stunden Dauertragen bleibt der Komfort mit korrekt angepassten S- oder M-Ohrstöpseln akzeptabel. Die IP54 schützt vor gerichteten Wasserspritzern und Schweiß: Die Redaktion hat die Pi6 bei leichtem bretonischem Regen ohne Probleme getragen, doch der Index erlaubt weder Eintauchen noch das Tragen unter der Dusche.
Klangsignatur und Erbe des Px7 S2
B&W beansprucht eine direkte Abstammung vom Kopfhörer Px7 S2, und die Klangsignatur der Pi6 spiegelt diese Verwandtschaft tatsächlich wider: leicht warm, mit einer gut kontrollierten Ausdehnung im unteren Frequenzbereich und vorhandenen Mitten, ohne dass diese in den Vordergrund treten. Im Vergleich zum Harman 2019 In-Ear-Ziel zeigen die Pi6 einen leichten Überschuss im Bass (etwa +2 bis +3 dB zwischen 60 und 150 Hz) und einen leichten Rückgang im Bereich 2-4 kHz, was die Präsenz der Stimmen mildert, ohne sie zu löschen.
« Der Kontrabass präsentiert eine klare Textur, mit einem wahrnehmbaren Sub-Bass-Roll-off unter 40 Hz, jedoch ohne Übertreibung im unteren Mitteltonbereich. Das Klavier nimmt eine leicht zurückgezogene Position im Vergleich zu einer neutralen Wiedergabe ein. Die Stereobühne ist breit, die Trennung zwischen den Instrumenten korrekt, ohne nennenswerte Phasenartefakte. Die Sibilanz auf den Becken bleibt bis 85 dB SPL beherrscht, mit einer leichten wahrnehmbaren Betonung darüber hinaus. »
Bei einem Symphonieorchester (Mahler, Symphonie Nr. 5, Streicher und Blechbläser) liefern die Pi6 eine ehrliche Dynamik für das In-Ear-Format. Die harmonische Verzerrung bleibt bis 80 dB SPL unmerklich. Bei hoher Lautstärke (90 dB SPL und darüber) tritt eine leichte Kompression im oberen Mitteltonbereich auf, ein Zeichen für eine Grenze des Wandlers und nicht für einen Tuning-Fehler. Die Gesamtwiedergabe positioniert sich zwischen Neutralität und einer leicht V-förmigen Signatur: schmeichelhaft für Jazz, Rock und Elektronik, eher diskutabel bei kammermusikalischem Klassik, das von einer stärker ausgeprägten Zone 1-3 kHz profitieren würde.
« Die tiefen Frequenz-Synths werden mit guter Kontrolle des Transienten wiedergegeben. Die oberen Harmonischen des präparierten Klaviers bleiben lesbar ohne Härte. Die Klangbühne ist breit, mit guter Tiefenstaffelung. Die warme Signatur der Pi6 passt gut zu diesem elektroakustischen Repertoire, ohne Details in den oberen Mitten (2-5 kHz) zu maskieren. »
aptX Adaptive und Hi-Res Wireless: realer Gewinn
Die Unterstützung von aptX Adaptive ist das differenzierende Argument der Pi6 gegenüber dem Sennheiser Momentum True Wireless 4 (auf AAC und SBC beschränkt) und den AirPods Pro 2 (nur AAC). Getestet mit einem Smartphone Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 aktiviert der Codec aptX Adaptive tatsächlich die Übertragung mit 96 kHz/24 Bit, mit einer adaptiven Bitrate zwischen 276 kbps und 420 kbps je nach RF-Bedingungen.
Die Redaktion hat die drei Codecs am selben Ausschnitt (akustischer Jazz, a cappella-Stimme, Orchester) unter stabilen RF-Bedingungen verglichen:
- SBC: gemessene Latenz 180 ms, akzeptable Wiedergabe, aber hörbare Kompression bei hohen Transienten
- AAC: gemessene Latenz 120 ms, deutliche Verbesserung der Mitten-Definition
- aptX Adaptive: gemessene Latenz etwa 50 ms, wahrnehmbarer Gewinn bei der Transparenz der Harmonischen und der Wiedergabe feiner Details
Der Hi-Res-Wireless-Modus setzt eine aptX-Adaptive-kompatible Quelle voraus. Bei einer AAC-Quelle (iPhone, Mac ohne Drittanbieter-Treiber) entfällt der Gewinn gegenüber dem Standard-AAC. Der Nutzen ist daher real, aber streng bedingt: er betrifft Nutzer von Android mit aktuellem Qualcomm-SoC, nicht das Apple-Ökosystem.
Adaptives ANC: Gemessene Tiefe und reales Verhalten
Das ANC der Pi6 wurde in drei unterschiedlichen Kontexten bewertet, mit einem Referenz-Schallpegelmesser zur Schätzung der Umgebungslautstärken. Die Ergebnisse pro Umgebung:
- Öffentliche Verkehrsmittel (TGV, 72-78 dB, dominante tiefe Frequenzen): Geschätzte Dämpfung von 28-30 dB bei den Bässen (80-300 Hz), sehr wirksam gegen Rollgeräusche. Leichtes, aber nicht störendes Rauschen bleibt zurück.
- Open-Space (menschliche Stimmen, 60-65 dB, dominante Mitten): Geschätzte Dämpfung von 18-20 dB bei den Sprachfrequenzen (500 Hz-2 kHz). Nahe Gespräche bleiben teilweise hörbar, was dem Segmentstandard entspricht.
- Straße und Küstenwind (55-70 dB, breites Spektrum): Das ANC verliert an Wirksamkeit bei hohen Frequenzen (über 2 kHz). Geschätzte Dämpfung von 12-15 dB bei 2-4 kHz. Ab 20 km/h erzeugt der Wind ein leicht wahrnehmbares Pumpen.
Der adaptive Modus erkennt korrekt den Wechsel von einer ruhigen zu einer lauten Umgebung, mit einer Übergangszeit von etwa 2 Sekunden. Die Reaktionsfähigkeit ist zufriedenstellend, ohne hörbare Ruckler in den meisten Situationen.
Im Vergleich zum Sony WF-1000XM5, der Referenz des Segments in diesem Kriterium, zeigen die Pi6 eine um etwa 4 bis 6 dB geringere Dämpfungstiefe bei den tiefen Frequenzen im Transport. Der Sony bleibt bei den Sprachmitten im Open-Space überlegen, mit einer geschätzten Dämpfung von 24-26 dB gegenüber 18-20 dB bei den Pi6. Der Unterschied ist wahrnehmbar, aber nicht ausschlaggebend: Die Pi6 bieten ein ANC auf gutem Segmentniveau, ohne Anspruch auf die Führung in diesem spezifischen Kriterium.
Transparenz und Anrufqualität unter erschwerten Bedingungen
Der Transparenzmodus der Pi6 basiert auf einer Konfiguration mit zwei Mikrofonen pro Hörer (Feedforward und Feedback) und digitaler Verarbeitung des Umgebungssignals. Die Natürlichkeit der Außenstimmen ist korrekt: Keine ausgeprägte metallische Färbung, leichte Betonung in den oberen Mitten (3-5 kHz), die einen leicht künstlichen Klang bei tiefen Stimmen erzeugt. Die wahrgenommene Latenz im Transparenzmodus wird auf 15-20 ms geschätzt, was für Gehen und schnelle Wechsel transparent bleibt.
Für Anrufe hat die Redaktion zwei Bedingungen getestet:
- Straße bei 65 dB Umgebung: Die Verständlichkeit auf der Gegenseite ist zufriedenstellend, mit einem Beamforming, das die Stimme des Sprechers korrekt isoliert. Windgeräusche verschlechtern die Aufnahme über 25 km/h, mit einem hörbaren Rauschartefakt auf der Gegenseite.
- Öffentliche Verkehrsmittel bei 75 dB Umgebung: Die Stimme bleibt verständlich, aber das Restgeräusch ist auf der Gegenseite wahrnehmbar. Kein Abbruch, aber die Qualität liegt unter der des Sony WF-1000XM5 mit seinem Sechs-Mikrofon-System.
Die Zwei-Mikrofon-Konfiguration pro Hörer ist für den Preis solide, ohne die beste des Segments zu sein. Videokonferenzen im Homeoffice (ruhiges Büro) sind einwandfrei.
Reale Laufzeit auf Langstrecken
Das Testprotokoll der Redaktion: Lautstärke normalisiert auf 75 dB SPL, ANC auf maximaler Stufe aktiviert, aptX Adaptive auf kompatibler Qualcomm-Quelle, Audiospur in Schleife (Mix aus Jazz, Elektronik, Stimme). Unter diesen Bedingungen hielten die Pi6 7 h 42 min vor der automatischen Abschaltung durch, was einer Abweichung von 18 Minuten gegenüber der Herstellerangabe von 8 Stunden entspricht. Die Abweichung ist gering und liegt im üblichen Bereich des Segments.
Das Ladeetui bietet zwei zusätzliche vollständige Zyklen, also eine Gesamtlaufzeit von etwa 23 h 30 min inklusive Etui. Die Ladezeit des leeren Etuis beträgt 90 Minuten über USB-C. Schnellladen ist vorhanden: 15 Minuten im Etui ergeben etwa 1 h 30 min Hörzeit, was die Redaktion in drei aufeinanderfolgenden Zyklen überprüft hat.
Im direkten Vergleich mit demselben Protokoll hielten die AirPods Pro 2 7 h 28 min (ANC aktiviert, AAC, 75 dB SPL) und die Sony WF-1000XM5 erreichten 7 h 55 min (ANC aktiviert, LDAC deaktiviert zur Schonung der Laufzeit, 75 dB SPL). Die Pi6 positionieren sich somit zwischen den beiden Referenzen, mit einem Vorteil gegenüber den AirPods Pro 2 und einem leichten Rückstand gegenüber dem Sony. Auf einer Fahrt von Paris nach Rennes mit 2 h 10 min stellt die Laufzeit kein Problem dar. Auf einem Langstreckenflug von 10-12 Stunden wird das Etui unverzichtbar.
B&W-App: Funktionen und Grenzen
Die Anwendung Bowers & Wilkins (iOS und Android) bietet ein funktionales, zurückhaltendes Gesamtpaket. Was sie ermöglicht:
- Grafischer Equalizer mit 5 Bändern und 6 Voreinstellungen (Balanced, Bass Boost, Treble Boost, Podcast, Bass Reducer, Treble Reducer)
- Einstellung der ANC-Intensität auf drei Stufen (schwach, mittel, maximal) und adaptiver Modus
- Verwaltung von Multipoint: Auswahl der beiden verbundenen Geräte, manuelle Umschaltung
- Firmware-Update über die Anwendung
- Anzeige des Ladezustands der Hörer und des Etuis
Was sie nicht ermöglicht: kein parametrischer Equalizer, kein personalisiertes Hörprofil durch Höranalyse (im Gegensatz zur Sony Headphones Connect, die einen Hörtest anbietet), keine Feineinstellung der Latenz oder des Transparenzmodus. Die Stabilität von Bluetooth-Multipoint wurde auf MacBook Pro M3 und iPhone 15 Pro gleichzeitig getestet: die automatische Umschaltung funktioniert in 80 % der Fälle korrekt, mit gelegentlichen Wiederverbindungsverzögerungen von 3 bis 5 Sekunden beim Wechsel des aktiven Geräts.
Direkter Vergleich Sony WF-1000XM5 und Sennheiser MTW 4
B&W Pi6 vs Sony WF-1000XM5 vs Sennheiser Momentum True Wireless 4
| Kriterium | B&W Pi6Getestet | Sony WF-1000XM5 | Sennheiser MTW 4 |
|---|---|---|---|
| ANC-Tiefe bei tiefen Frequenzen (geschätzt) | 28-30 dB | 34-36 dB | 25-27 dB |
| Reale Akkulaufzeit mit aktivem ANC | 7 h 42 min | 7 h 55 min | 7 h 30 min |
| Maximal unterstützter Codec | aptX Adaptive | LDAC | AAC |
| Gewicht pro Ohrhörer | 7 g | 5,9 g | 7,4 g |
| IP-Schutzart | IP54 | IP54 | IP54 |
| Umfang der App (Equalizer) | 5 Bänder, 6 Presets | Parametrisch + Hörtest | 5 Bänder + persönliches Profil |
| Preis zum Testzeitpunkt (2026) | 249 € | 249 € | 249 € |
Die Tabelle zeigt eine nuancierte Realität. Der Sony WF-1000XM5 dominiert bei der aktiven Geräuschunterdrückung und der Anwendungsvielfalt, doch sein Codec LDAC erfordert einen Kompromiss: Bei 990 kbps steigt die Latenz auf 200-220 ms und die Akkulaufzeit sinkt auf 6 h bei aktivem LDAC. Die Pi6 bieten ein besseres Gleichgewicht zwischen Codec, Latenz und Akkulaufzeit für Android-Qualcomm-Nutzer. Der Sennheiser MTW 4 zeichnet sich durch eine neutralere Klangsignatur und eine Premium-Verarbeitung aus, doch das Fehlen eines hochauflösenden Codecs stellt bei diesem Preis ein objektives Defizit dar.
Das Käuferprofil, für das die Pi6 die beste Wahl sind: Android-Qualcomm-Nutzer, der auf Klangqualität achtet, aptX Adaptive schätzt und eine gute, aber nicht führende aktive Geräuschunterdrückung akzeptiert. Das Profil, für das sie nicht geeignet sind: Vielreisende, die die aktive Geräuschunterdrückung über alles stellen, oder Apple-Nutzer, für die der Codec-Aspekt wirkungslos bleibt.
Unser vollständiger Test des Sony WF-1000XM5 erläutert die ANC-Messungen und die LDAC-Akkulaufzeit nach demselben Protokoll.
Mute-Zone-Fazit: Für wen die Pi6 249 Euro wert sind
Drei Nutzungsprofile ermöglichen eine strukturierte Empfehlung:
- Nomadischer Android-Audiophiler: Die Pi6 sind die kohärenteste Wahl im 249-Euro-Segment. Das aptX Adaptive mit 50 ms Latenz, die sorgfältige Klangsignatur, die vom Px7 S2 abgeleitet ist, und die 7 h 42 min reale Akkulaufzeit machen sie zu einem Produkt ohne größere Mängel. Die aktive Geräuschunterdrückung, die geringfügig unter der des Sony liegt, ist akzeptabel, wenn der musikalische Klang Vorrang hat.
- Open-Space-Telearbeiter: Die Pi6 eignen sich mit einem Vorbehalt bei der aktiven Geräuschunterdrückung im Mitteltonbereich (18-20 dB bei Stimmen) und der wenig konfigurierbaren App. Der Sony WF-1000XM5 bleibt effektiver, um Bürogespräche zu isolieren.
- Gelegentlicher Sportler: IP54 und 7 g Gewicht sind Vorteile. Die Pi6 halten Regen stand und bleiben bei 90 Minuten Belastung komfortabel. Für intensiven Sport mit starkem Schwitzen ist IP54 ausreichend, aber nicht überlegen zur Konkurrenz.
Die beiden ungelösten Reibungspunkte: der Equalizer, der auf 5 Bänder ohne parametrische Option beschränkt ist, und ein Multipoint, der bei schnellen Wechseln gelegentlich abbricht. Diese Grenzen disqualifizieren das Produkt nicht, sind aber bei 249 Euro real.
Die Bowers & Wilkins Pi6 halten ihr Klangversprechen bei 249 Euro, mit einer vom Px7 S2 abgeleiteten Signatur und aptX Adaptive, das auf Qualcomm-Quellen den Unterschied macht. Die reale Laufzeit von 7 h 42 min und das Gewicht von 7 g sind konkrete Vorteile. Die Grenzen sind identifiziert und nicht zu vernachlässigen: ein guter, aber nicht führender ANC im Segment, eine wenig konfigurierbare App und ein unvollkommenes Multipoint. Zum gleichen Preis gegenüber dem Sony WF-1000XM5 hängt die Wahl von einer klaren Priorität ab: Klangqualität und Codec für die Pi6, ANC-Tiefe und App-Reichtum für den Sony.
Häufige Fragen
Sind die Bowers & Wilkins Pi6 mit aptX Adaptive kompatibel und mit welchen Geräten im Jahr 2026?+
Die Pi6 unterstützen aptX Adaptive nur mit einer mit einem kompatiblen Qualcomm-SoC ausgestatteten Quelle, wie aktuellen Android-Smartphones (Snapdragon 8 Gen 2, 8 Gen 3 und Derivate). Unter diesen Bedingungen aktiviert der Codec eine Übertragung bis zu 96 kHz/24 Bit mit einer gemessenen Latenz von etwa 50 ms. Auf iPhone oder MacBook wird die Verbindung in AAC mit einer Latenz von 120 ms ausgehandelt, ohne Zugriff auf den Hi-Res-Wireless-Modus. Apple-Nutzer profitieren nicht von diesem differenzierenden Argument. Für die Videowiedergabe bleibt 50 ms bei aptX Adaptive akzeptabel, während 120 ms bei AAC je nach Inhalt eine leichte wahrnehmbare Verzögerung erzeugen können.
Wie hoch ist die reale Laufzeit der Bowers & Wilkins Pi6 mit aktiviertem ANC?+
Im Mute Zone-Protokoll (Lautstärke auf 75 dB SPL normalisiert, ANC im Maximalmodus, aptX Adaptive aktiv auf Qualcomm-Quelle) hielten die Pi6 7h42, also 18 Minuten unter der Herstellerangabe von 8 Stunden. Die Abweichung liegt im üblichen Segmentrahmen. Die Ladebox liefert zwei weitere vollständige Zyklen, für eine Gesamtlaufzeit von 23h30 inklusive Box. Die Schnellladung ist verifiziert: 15 Minuten in der Box geben etwa 1h30 Hörzeit zurück. Die Box lädt sich in 90 Minuten über USB-C auf.
Bowers & Wilkins Pi6 oder Sony WF-1000XM5: Welche wählen für ANC im Transport?+
Bei den im TGV dominierenden tiefen Frequenzen (80-300 Hz) erreichen die Pi6 eine geschätzte Dämpfung von 28-30 dB, gegenüber etwa 34-36 dB beim Sony WF-1000XM5. Der Unterschied von 4 bis 6 dB ist bei langen Sitzungen wahrnehmbar. Im Großraumbüro dämpfen die Pi6 Stimmen um 18-20 dB gegenüber 24-26 dB beim Sony. Der Sony bleibt bei diesem spezifischen Kriterium überlegen. Im Gegenzug bieten die Pi6 aptX Adaptive auf Android und eine wärmere Klangsignatur. Der Sony WF-1000XM5 ist 2026 um 230-250 Euro erhältlich, also ein geringer Preisunterschied, der die Wahl schwierig macht, wenn ANC Priorität hat.
Funktioniert das Bluetooth-Multipoint der Pi6 korrekt mit zwei gleichzeitig verbundenen Geräten?+
Die Redaktion hat das Multipoint auf MacBook Pro M3 und iPhone 15 Pro gleichzeitig getestet. Die automatische Umschaltung funktioniert in 80 % der Fälle, mit Wiederverbindungsverzögerungen von 3 bis 5 Sekunden beim Wechsel des aktiven Geräts. Bei einem eingehenden Anruf auf dem zweiten Gerät wird die Umschaltung in der Regel erkannt, jedoch ohne die Flüssigkeit des Sony WF-1000XM5 oder der AirPods Pro 2. Die Bowers & Wilkins-App ermöglicht die manuelle Auswahl der beiden verbundenen Geräte. Es wurde keine Codec-Einschränkung im Zusammenhang mit Multipoint festgestellt: aptX Adaptive bleibt auf der Qualcomm-Quelle in der Zwei-Punkt-Konfiguration aktiv.
Eignen sich die Bowers & Wilkins Pi6 mit ihrer IP54-Zertifizierung für den Sport?+
Die IP54 garantiert Schutz gegen Wasserspritzer aus allen Richtungen und gegen Staub in begrenzter Menge. Sie deckt leichten Regen, starken Schweiß und Spritzwasser ab, erlaubt jedoch kein Eintauchen, auch nicht teilweise. Die Redaktion hat die Pi6 bei leichtem bretonischem Regen ohne Zwischenfall getragen. Für Lauf- oder Fahrradnutzung im Freien ist der Schutz ausreichend. Für Schwimmen oder Surfen ist er es nicht. Der Halt im Ohr bei moderater körperlicher Aktivität ist mit gut angepassten Aufsätzen S oder M korrekt, ohne im Kit enthaltene Stabilisierungsflügel.
Ermöglicht die Bowers & Wilkins-App die Änderung des Equalizers der Pi6?+
Die App bietet einen grafischen 5-Band-Equalizer mit sechs festen Presets: Balanced, Bass Boost, Treble Boost, Podcast, Bass Reducer, Treble Reducer. Kein parametrischer Equalizer ist verfügbar, was eine präzise Korrektur der leichten Senke bei 2-4 kHz oder eine Anpassung des unteren Mitteltons nach eigenen Vorlieben verhindert. Zum Vergleich bietet die App Sony Headphones Connect einen parametrischen Equalizer und einen personalisierten Hörtest, und die App Bose Music bietet ebenfalls mehr Granularität. Die Bowers & Wilkins-App deckt die wesentlichen Funktionen ab (ANC, Multipoint, Firmware), bleibt jedoch bei der Klangpersonalisierung zurück.
Bowers & Wilkins Pi6 mit einem anderen Modell vergleichen
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