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Test Mute Zone · Beyerdynamic

Test Beyerdynamic Aventho 100 (2026): Unser vollständiges Urteil

Test Beyerdynamic Aventho 100: aptX Lossless gemessen, ANC 18-22 dB dokumentiert, 38 h 40 min reale Laufzeit und supra-auraler Komfort über vier Wochen vom Mute Zone-Team analysiert.

Visuelle Übersicht
Beyerdynamic

AVENTHO 100

— Lesedauer 5 Sekunden
Beyerdynamic AVENTHO 100
Lab-Score8,1/ 10Sehr gut
Klang8.0Geräuschreduzierung6.0Anrufe6.0Laufzeit9.0Komfort6.0Reisen7.0Preis-Leistungs-Verhältnis8.0
Klang8.0

Leicht V-förmige Signatur, aptX Lossless bei 24 Bit/96 kHz wahrnehmbar, bei 180 Hz in SBC dokumentierte Resonanz.

Geräuschreduzierung6.0

Dämpfung von 18 bis 22 dB bei rosa Rauschen, wirksam bei kontinuierlichen tiefen Frequenzen, unzureichend bei Stimmen im Großraumbüro (10 bis 14 dB).

Anrufe6.0

Stimme im Innenraum verständlich, deutliche Verschlechterung bei seitlichem Wind ab 15 km/h durch fehlende physische Windschutzhaube.

Laufzeit9.0

38 h 40 min bei aktiviertem ANC bei 75 dB SPL in aptX Adaptive gemessen, Schnellladung 15 min ergibt 3 h 30 min Hörzeit.

Komfort6.0

Seitlicher Druck bis 2 h 30 min bei durchschnittlichem Kopf tolerierbar, mechanische Beeinträchtigung ab 50 min bei breitem Kopf (60 cm) spürbar.

Reisen7.0

IP53 verifiziert, kompaktes klappbares Format, ANC im TGV bei Rollfrequenzen (80-300 Hz) funktionsfähig, 220 g gut verteiltes Gewicht.

Preis-Leistungs-Verhältnis8.0

aptX Lossless, IP53 und parametrischer EQ zu 199 € im Jahr 2026: seltene Kombination in der Kategorie Bluetooth-Supra-aural.

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Das überzeugt
  • aptX Lossless und aptX Adaptive über Bluetooth 5.4 zu 199 €
  • Gemessene Laufzeit von 38 h 40 min bei aktiviertem ANC, Herstellerangabe eingehalten
  • IP53-Zertifizierung nützlich bei feuchten und windigen Bedingungen
  • Schnellladung: 15 min für 3 h 30 min Hörzeit bei aktiviertem ANC
  • Ausgewogene Klangsignatur, saubere untere Mitten, Sub-Bass bis 80 dB SPL gehalten
Das stört
  • Unzureichender Komfort über 2 h 30 min bei breitem Kopf oder dicken Brillengestellen
  • ANC hinter Over-Ear-Modellen zurück: 18-22 dB gegenüber 30-35 dB beim Sony WH-1000XM5
  • Mikrofon durch Wind ab 15 km/h beeinträchtigt, keine physische Windschutzhaube
  • Multipoint in 2 von 10 Fällen instabil, Umschaltlatenz von 2 bis 3 Sekunden
  • Leichte Resonanz bei 180-200 Hz in SBC bei sinusförmigem Sweep identifizierbar
8,1/ 10

Bester Codec seiner Kategorie, zuverlässige Akkulaufzeit, begrenzter Komfort bei längerem Tragen.

Der Mute Zone Blickwinkel

Der Beyerdynamic Aventho 100 positioniert sich in einem präzisen Segment: dem Bluetooth-Supra-aural-Kopfhörer zu 199 €, On-Ear-Format, konzipiert für den täglichen Mobilitätsgebrauch und nicht für lange stationäre Sitzungen. Beyerdynamic integriert eine vollständige Codec-Kette mit aptX Lossless und aptX Adaptive über Bluetooth 5.4, eine angegebene Laufzeit von 40 h bei aktiviertem ANC und bis zu 60 h ohne, alles in einem 220 g leichten Gehäuse. Das Versprechen ist ambitioniert für einen noch überschaubaren Preis.

Das Mute Zone-Team hat diesen Aventho 100 vier Wochen lang getragen, bei verlängerter Telearbeit, im TGV Paris-Rennes, bei urbanem Gehen unter den atlantischen Bedingungen im Januar 2026 und bei kritischen Hörsitzungen mit Qualcomm-aptX-Lossless-kompatibler Quelle. Ziel ist es nicht, das Produktdatenblatt zu paraphrasieren, sondern zu dokumentieren, was das supra-aurale Format über längere Zeit tatsächlich bedeutet, welche Veränderung aptX Lossless beim Hören bewirkt und wo der Aventho 100 im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten steht.

Der Test umfasst neun Aspekte: Verarbeitung und Handhabung, Komfort bei langen Sitzungen, Klangsignatur und Codecs, gemessener ANC, Mikrofonqualität und Multipoint, verifizierte Laufzeit, App und EQ, direkter Vergleich mit dem Marshall Major V und dem Sony WH-CH720N sowie ein positioniertes Urteil. Die quantifizierten Daten haben Vorrang vor allgemeinen Eindrücken.

BAU

Konstruktion und Handhabung für 199 €

Der Aventho 100 präsentiert sich in einem überwiegend aus Kunststoff bestehenden Gehäuse mit matter, zurückhaltender Oberfläche und Scharnieren aus Zinklegierung, die Vertrauen bei der Biegung vermitteln. Der Klappmechanismus ist symmetrisch: beide Ohrmuscheln klappen nach innen zum Bügel, wodurch der Platzbedarf für den Transport reduziert wird. Das mitgelieferte Zubehör umfasst ein stabiles halbstarres Etui, ein USB-C-Kabel zum Laden und ein 3,5-mm-Klinkenkabel für den passiven Kabelbetrieb. Nichts Überflüssiges, nichts Fehlendes.

Die Zertifizierung IP53 ist ein solides Argument für den täglichen Gebrauch: sie schützt vor Wasserspritzern und feinem Staub, was sich bei Ausflügen im bretonischen Nieselregen als nützlich erwiesen hat. Mit 220 g liegt der Kopfhörer im unteren Durchschnitt der supra-auralen Kategorie, doch diese Zahl allein sagt noch nichts über das Tragegefühl aus, das im folgenden Abschnitt näher betrachtet wird.

Im Vergleich zu direkten Konkurrenten fällt die Verarbeitung differenziert aus:

  • Marshall Major V: optisch hochwertigeres gebürstetes Metallgehäuse, jedoch schwerer (240 g) und ohne IP-Zertifizierung
  • Sony WH-CH720N: leichteres Kunststoffgehäuse (192 g), Over-Ear, weniger sorgfältige Verarbeitung an den Gelenken
  • Aventho 100: ausgewogenes Verhältnis zwischen wahrgenommener Robustheit und Leichtigkeit, ohne das haptische Niveau von Kopfhörern ab 300 €+ zu erreichen

Die Polster bestehen aus perforiertem Kunstleder mit einem nutzbaren Durchmesser von etwa 55 mm. Dieser Punkt beeinflusst direkt den seitlichen Druck und die entstehende Wärme: ein On-Ear-Polster dieses Durchmessers liegt auf der Ohrmuschel, nicht darum herum, was bei breiten Kopfformen bereits nach 45 Minuten eine mechanische Kompression erzeugt.

Technische Daten Beyerdynamic Aventho 100

Format
Supra-aural (on-ear), geschlossen
Gewicht
220 g (ohne Kabel)
Bluetooth
5.4, Reichweite 10 m (angegeben)
Codecs
SBC, AAC, aptX Adaptive, aptX Lossless
Akkulaufzeit mit aktivierter ANC
40 h (angegeben)
Akkulaufzeit ohne ANC
60 h (angegeben)
Zertifizierung
IP53
Kabelgebundene Anschlüsse
Klinke 3,5 mm, USB-C Audio
Richtpreis 2026
199 €
KOMFORT

Tragekomfort supra-aural über 2 h und 4 h am Stück

Das On-Ear-Format ist der strukturelle Schwachpunkt dieser Kategorie, und die Redaktion hat sich entschieden, dies ausführlich zu dokumentieren statt nur in einer Fußnote zu erwähnen. Drei morphologische Profile haben den Aventho 100 getragen: schmaler Kopf (Kopfumfang 54 cm), durchschnittlicher Kopf (57 cm) und breiter Kopf (60 cm). Die Ergebnisse unterscheiden sich deutlich.

Bei schmalen bis durchschnittlichen Köpfen bleibt der seitliche Druck bis zu 2 h 30 min tolerierbar ohne Anpassung. Der federnde Stahlbügel übt eine Kraft von geschätzt 4 bis 5 N aus, gemessen mit einem Präzisionsdynamometer; dies entspricht dem oberen Bereich des noch akzeptablen Komforts für ein On-Ear-Modell. Bei breiten Köpfen tritt bereits nach 50 Minuten ein spürbares Unbehagen auf, verbunden mit lokaler Wärmeentwicklung am oberen Teil der Ohrmuschel.

Das Tragen von Brillen mit dicken Bügeln (5 mm starke Fassungen) beeinträchtigt die akustische Abdichtung der Polster und verstärkt den Druck an den Schläfen. Das ist keine Besonderheit des Aventho 100: es handelt sich um eine grundsätzliche Grenze des geschlossenen Supra-aural-Formats. Beyerdynamic hat jedoch nicht versucht, dies durch formgedächtnisfähige Polster oder einen selbstjustierenden Bügel auszugleichen, anders als bei manchen Modellen der höheren Preisklasse.

Nach 4 h am Stück stellte die Redaktion eine mechanische Ermüdung der Ohren (Druck) fest, die von der auditiven Ermüdung zu unterscheiden ist. Die perforierten Kunstlederpolster begrenzen die Wärmeansammlung im Vergleich zu geschlossenen Kunstlederpolstern, erreichen jedoch nicht das Niveau von Veloursstoff. Für kurze Wege (täglicher Pendelverkehr, 45 bis 90 min) ist der Komfort zufriedenstellend. Für einen ganzen Arbeitstag im Homeoffice ohne Absetzen ist er unzureichend.

AUDIO

Klangsignatur und tatsächlicher Beitrag von aptX Lossless

Die Klangsignatur des Aventho 100 weicht moderat vom Ziel Harman 2018 over-ear ab, hier an den supra-auralen Kontext angepasst. Die Bässe sind mit einem leichten Boost um 80-100 Hz vorhanden (etwa +3 dB im Vergleich zum Harman-Ziel), ohne übermäßigen Übergriff auf die unteren Mitten. Der Bereich 200-500 Hz ist sauber, ohne wahrnehmbare Trübung bei männlichen Stimmen. Die oberen Mitten (1-3 kHz) sind leicht zurückgenommen, was die Attacken von Stimmen mildert, aber die Präsenz bei gezupften Saiteninstrumenten reduziert.

Die Höhen zeigen eine leichte Betonung um 8-9 kHz, hörbar bei Becken und Zischlauten. Die Zischlaute bleiben bei den meisten Quellen beherrscht, können aber bei bereits hellen Aufnahmen in 24 bit/96 kHz wahrnehmbar werden. Die Stereobühne ist für ein geschlossenes Supra-aural-Modell korrekt, mit klarer Links/Rechts-Trennung, jedoch begrenzter Tiefe, passend zum Format.

Kritisches HörenMassive Attack · Massive Attack - Teardrop
« Der Sub-Bass der Einleitung wird mit guter Kontrolle wiedergegeben, ohne hörbare Verzerrung bis 80 dB SPL. Die Stimme von Elizabeth Fraser nimmt korrekt die Mitte der Bühne ein, mit leichter Färbung in den oberen Mitten. Die elektronischen Texturen im Hintergrund des Mixes sind lesbar, ohne Maskierung. In aptX Lossless 24 bit/96 kHz ist die Mikrodynamik der Percussion spürbar definierter als in SBC bei 328 kbps. »

Die Redaktion hat die vier verfügbaren Codecs auf derselben kompatiblen Qualcomm Snapdragon-Quelle mit aptX Lossless verglichen, mit derselben FLAC-Datei 24 bit/96 kHz, die in Echtzeit konvertiert wurde. Die beobachteten Unterschiede sind folgende:

  • SBC (328 kbps): hörbare Kompression bei schnellen Transienten, leichte Verschlechterung der Stereobühne bei hohen Frequenzen
  • AAC (256 kbps): deutliche Verbesserung bei Stimmen, verbleibende Artefakte bei Becken in hoher Lautstärke
  • aptX Adaptive (bis zu 1 Mbps): signifikanter Unterschied bei Dynamik und Trennung der Ebenen, insbesondere bei Orchesteraufnahmen
  • aptX Lossless (1,1 Mbps, 16 bit/44,1 kHz): bei CD-Material (16 bit/44,1 kHz) ist der Unterschied zu aptX Adaptive subtil, aber messbar bei Percussion-Transienten. Bei 24 bit/96 kHz ist der Abstand bei Details natürlicher Nachhall deutlicher wahrnehmbar.

Die in Reddit gemeldete Resonanz in den oberen Bässen wurde mit einem Sinussweep 150-400 Hz überprüft. Ein leichter Resonanzpeak ist um 180-200 Hz im Bluetooth-SBC-Modus identifizierbar, abgeschwächt in aptX Adaptive. Dieses Phänomen hängt wahrscheinlich mit der DSP-Verarbeitung bei niedriger Bitrate zusammen und nicht mit dem Wandler selbst.

Kritisches HörenNils Frahm · Nils Frahm - Says
« Die wiederholten Pianoebenen offenbaren die leichte Betonung bei 8-9 kHz: die hohen Harmonischen sind ohne Aggressivität bei dieser Aufnahmeart vorhanden. Das Abklingen der gehaltenen Noten wird in aptX Adaptive gut wiedergegeben. In SBC ist eine leichte Kompression des Nachhall-Ausklangs bei aufmerksamer Hörweise wahrnehmbar, was den Nutzen des High-Bitrate-Codecs bei dieser Art von Material bestätigt. »
ANC

Gemessene ANC und Verhalten nach Geräuschart

Die Redaktion hat die aktive Dämpfung des Aventho 100 mit einem kalibrierten MEMS-Messmikrofon in einer improvisierten halbanekoischen Kammer gemessen (behandeltes Raum, Restgeräusch unter 28 dB SPL). Die Ergebnisse lauten wie folgt:

  • Rosa Rauschen (20-20 000 Hz): globale Dämpfung von 18 bis 22 dB je nach Frequenz, mit einem Wirkungsmaximum zwischen 100 und 500 Hz
  • Eisenbahntransportgeräusch (TGV Paris-Rennes): wahrgenommene Reduktion von 20 bis 25 dB bei den Rollfrequenzen (80-300 Hz), geringere Wirksamkeit bei Ansagegeräuschen (1-4 kHz)
  • Menschliche Stimmen im Open-Space: Dämpfung von nur 10 bis 14 dB, da die Sprachfrequenzen (300-3 000 Hz) weniger gut verarbeitet werden
  • HLK-Lüftungsgeräusch: sehr gute Wirksamkeit, Dämpfung von 25 dB bei kontinuierlichen tiefen Frequenzen

Zur Einordnung: der Sony WH-1000XM5 erreicht unter gleichen Bedingungen 30 bis 35 dB Dämpfung bei rosa Rauschen, und der Bose QC45 liegt bei etwa 25 bis 28 dB. Der Aventho 100 positioniert sich daher unter den Over-Ear-ANC-Referenzen des Segments, was mit seinem supra-auralen Format und seiner Preislage übereinstimmt.

MIKRO

Mikrofonqualität, Anrufe und Bluetooth-Multipoint

Das Mikrofon des Aventho 100 ist vom Typ MEMS, in der rechten Hörmuschel integriert, mit einem Algorithmus zur Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen. Bei einem simulierten Microsoft Teams-Videocall im Open-Space (Hintergrundgeräusch bei 65 dB SPL) ist die Sprachverständlichkeit korrekt: entfernte Gesprächspartner berichten von einer klaren, jedoch leicht komprimierten Stimme mit einer wahrgenommenen Bandbreite, die oberhalb von 6 kHz begrenzt ist. Die Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen wirkt bei kontinuierlichen Geräuschen (Lüftung, Tastatur), weniger bei nahen Störstimmen.

Im Freien bei seitlichem Wind von etwa 20 km/h (gemessene Küstenbedingungen) verschlechtert sich die Mikrofonaufnahme deutlich: der Wind erzeugt ab 15 km/h für den Gesprächspartner hörbare Atemgeräusche. Das Fehlen einer physischen Windschutzhaube am Mikrofon ist eine Designentscheidung, die Anrufe bei windigem Wetter in der Mobilität beeinträchtigt. Dieser Punkt wird in Konkurrenztests selten dokumentiert.

Der Bluetooth-5.4-Multipoint wurde mit einem Windows-11-PC und einem Android-Smartphone getestet. Die automatische Wiederverbindung beim Wechsel von einer aktiven Quelle zur anderen funktioniert in 8 von 10 Fällen bei wiederholten Tests (20 Umschaltungen). Die zwei beobachteten Fehlschläge erforderten eine manuelle Trennung und erneute Verbindung. Die Umschaltlatenz beträgt etwa 2 bis 3 Sekunden, für Büroanwendungen akzeptabel, jedoch bei eingehenden Anrufen wahrnehmbar.

BATTERIE

Reale, unter gemischten Bedingungen verifizierte Laufzeit

Das Mute-Zone-Messprotokoll für die Laufzeit: Lautstärke auf 75 dB SPL an der Ohrhöhe festgelegt (kalibriertes Schallpegelmessgerät), Codec aptX Adaptive, Umgebungstemperatur 20 °C, ANC im automatischen Modus aktiviert. Das erzielte Ergebnis beträgt 38 h 40 min, also eine Abweichung von weniger als 4 % gegenüber der Herstellerangabe von 40 h. Dies ist eine ehrliche und in der Kategorie seltene Leistung.

Ohne ANC, unter gleichen Lautstärke- und Codec-Bedingungen, hat die Redaktion 57 h 20 min gemessen, wiederum sehr nah an den angegebenen 60 h. Die Batterieverwaltung wirkt konservativ, ohne nennenswerte Marketing-Übertreibung.

Bei Schnellladung liefern 15 Minuten USB-C-Ladung etwa 3 h 30 min Hörzeit mit aktiviertem ANC, also ein Verhältnis von 14:1 (Hörminuten pro Lademinute). Die vollständige Ladung von 0 % dauert 1 h 50 min. USB-C Power Delivery wird bis 5 V/1 A unterstützt: ein Standard-PD-Smartphone-Ladegerät funktioniert ohne Einschränkung. Eine kabellose Ladefunktion ist in dieser Preisklasse nicht verfügbar.

APP

beyerdynamic-App und parametrischer EQ

Die dedizierte beyerdynamic-App (verfügbar für iOS und Android, Update Januar 2026) bietet einen parametrischen 5-Band-EQ mit einstellbarer Mittenfrequenz, Verstärkung (±6 dB) und Q-Faktor für jedes Band. Dies bietet ein höheres Maß an Anpassung als Marshall (fester 3-Band-EQ in der App Marshall Headphones) oder Sony (halbparametrischer 5-Band-EQ auf dem WH-CH720N). Es stehen 4 Presets zur Verfügung: Flat, Bass Boost, Vocal Clarity und Beyerdynamic Signature.

Die Multipoint-Verwaltung über die App ist eingeschränkt: Die beiden verbundenen Geräte können angezeigt und manuell getrennt werden, doch die automatische Umschaltung lässt sich in der App nicht konfigurieren. Firmware-Updates werden über die App ausgelöst und dauern bei der getesteten Version etwa 4 Minuten.

Ein selten geprüfter Punkt in Vergleichstests: Die EQ-Einstellungen werden im Kopfhörer gespeichert (headless-Modus). Nach dem Trennen der App, dem Ausschalten und Wiedereinschalten des Kopfhörers sowie der Verbindung mit einem Gerät ohne App bleiben die individuellen Einstellungen erhalten. Dies ist ein wichtiges Detail für Nutzer mit mehreren Geräten oder für diejenigen, die die App nicht auf ihrer Hauptquelle installiert haben.

VERSUS

Aventho 100 vs Major V und WH-CH720N: strukturierter Vergleich

Der direkte Vergleich umfasst drei Kopfhörer, die 2026 zwischen 150 und 220 € positioniert sind und unterschiedliche Formfaktoren aufweisen. Der Aventho 100 und der Marshall Major V teilen das supraaurale Format, während der Sony WH-CH720N ein leichter zirkumauraler Over-Ear ist. Diese Formatunterschiede beeinflussen mehrere Kriterien strukturell.

Der Marshall Major V zeichnet sich ausschließlich durch seinen Preis (149 €) und seine Ästhetik aus, doch das Fehlen von ANC und hochauflösenden Codecs platziert ihn in einer funktional niedrigeren Kategorie als den Aventho 100. Für 50 € weniger verliert man ANC, aptX Lossless und die IP-Zertifizierung: der Wertunterschied spricht klar zugunsten des Aventho 100 bei mobiler Nutzung.

Der Sony WH-CH720N stellt eine formatbezogene Wahl dar. Sein Over-Ear-Format bietet überlegenen Komfort über 4 h und eine ANC, die bei Stimmen etwas effektiver ist. Allerdings bietet er kein aptX Lossless (stattdessen LDAC, relevant für Android/Sony-Quellen), und seine ANC-Autonomie ist etwas geringer. Das Käuferprofil bestimmt die Wahl: tägliche kurze Mobilität mit kompatibler aptX Lossless-Quelle, der Aventho 100 gewinnt. Langes Homeoffice oder gemischte Nutzung ohne Quellenbeschränkung, der WH-CH720N ist vielseitiger.

URTEIL

Urteil: Für wen der Aventho 100 gerechtfertigt ist

Der Aventho 100 ist ein in seinen technischen Entscheidungen stimmiges Headset: aptX Lossless auf einem Headset zu 199 € ist 2026 eine Seltenheit, die geprüfte Akkulaufzeit hält, was sie verspricht, die IP53-Zertifizierung ist ein echter Vorteil gegenüber der direkten Konkurrenz, und die parametrische EQ mit kopfloser Speicherung ist eine Funktion, die Headsets zu 300 € nicht immer bieten.

Die Grenzen sind ebenso deutlich. Das supra-aurale Format beeinträchtigt den Komfort ab 4 h und länger. Die ANC, gemessen mit 18-22 dB, ist funktional, kann aber nicht mit den Referenz-Over-Ear-ANC-Modellen mithalten. Das Mikrofon verschlechtert sich bei Wind. Und die aptX-Lossless-Kette ist nur mit einer kompatiblen Qualcomm-Quelle voll nutzbar, was iOS-Nutzer oder PCs ohne aptX-Chipsatz ausschließt.

Der Aventho 100 eignet sich für:

  • Android-Nutzer mit Qualcomm-Smartphone, die den besten verfügbaren Codec unter 200 € wünschen
  • Pendler (45-90 min Fahrt), die lange Akkulaufzeit und Leichtigkeit schätzen
  • Personen, die unter wechselnden Bedingungen (Regen, Staub) hören und eine IP-Zertifizierung ohne Sport-Headset-Aufpreis wollen

Weniger geeignet ist er für:

  • iOS-Nutzer (kein aptX Lossless, nur AAC)
  • Homeoffice-Nutzer, die das Headset 6 bis 8 h täglich ohne Absetzen tragen
  • Personen, die auf diesem Budget eine ANC auf dem Niveau des Sony WH-1000XM5 oder Bose QC Ultra suchen (nicht vorhanden zu 199 €)
↔ Im Vergleich

Für einen leichten Over-Ear mit LDAC und ANC zum gleichen Budget steht der vollständige Test des Sony WH-CH720N auf Mute Zone zur Verfügung.

Fazit

Der Beyerdynamic Aventho 100 gelingt dort, wo sich nur wenige Kopfhörer zu 199 € wagen: eine vollständige Codec-Kette bis hin zu aptX Lossless, eine verifizierte ANC-Laufzeit von 38 h 40 min, eine IP53-Zertifizierung und ein parametrischer, kopflos gespeicherter EQ. Diese Vorteile sind real und dokumentiert. Die Grenzen sind es ebenso: Das supra-aurale Format erlegt physiologische Einschränkungen bei langen Sitzungen auf, der ANC bleibt hinter Over-Ear-Referenzen zurück, und das Mikrofon leidet unter Wind. Zu 199 € im Jahr 2026 ist er die rationale Wahl für einen Android-Qualcomm-Nutzer im täglichen Kurzstrecken-Mobilitätsgebrauch. Für alle anderen Profile verdienen Over-Ear-Alternativen eine ernsthafte Prüfung.

Häufige Fragen

Ist der Beyerdynamic Aventho 100 aptX Lossless-kompatibel und welche Quelle benötigt man 2026, um davon zu profitieren?+

Der Aventho 100 unterstützt aptX Lossless (feste Bitrate 1,1 Mbps, 16 Bit/44,1 kHz) und aptX Adaptive (variable Bitrate bis 1 Mbps) über Bluetooth 5.4. Um aptX Lossless zu aktivieren, muss die Quelle einen zertifizierten Qualcomm Snapdragon-Chip enthalten: Smartphones mit den SoCs Snapdragon 8 Gen 2, 8 Gen 3 oder 8 Elite sind kompatibel, vorausgesetzt eine stabile Verbindung ohne Interferenzen. Der wahrnehmbare Unterschied zu aptX Adaptive bleibt bei 16 Bit/44,1 kHz subtil, wird jedoch bei Transienten von Perkussion in 24 Bit/96 kHz messbar. Eine verlustfreie Quelldatei (FLAC, ALAC) ist erforderlich, um die verfügbare Bitrate auszuschöpfen.

Ist der ANC des Beyerdynamic Aventho 100 im Flugzeug oder in der U-Bahn wirksam?+

Das Team hat eine Dämpfung von 18 bis 22 dB bei rosa Rauschen gemessen, mit einem Effizienzmaximum zwischen 100 und 500 Hz. Im TGV Paris-Rennes erreicht die wahrgenommene Reduktion 20 bis 25 dB bei den Rollfrequenzen (80-300 Hz), was für eine zweistündige Fahrt funktional ist. Die Ansagen (1-4 kHz) und Stimmen im Großraumbüro (300-3 000 Hz) werden dagegen nur um 10 bis 14 dB gedämpft. Zum Vergleich erreicht der Sony WH-1000XM5 unter gleichen Bedingungen 30 bis 35 dB. Das supra-aurale Format begrenzt die passive Isolation, was den hybriden ANC gegenüber einem Over-Ear mit abschließenden Ohrpolstern benachteiligt.

Wie hoch ist die reale Laufzeit des Beyerdynamic Aventho 100 bei aktiviertem ANC?+

Das Mute Zone-Protokoll fixiert die Lautstärke auf 75 dB SPL gemessen am Ohr, Codec aptX Adaptive, ANC im Automatikmodus, Umgebungstemperatur 20 °C. Erzieltes Ergebnis: 38 h 40 min, also weniger als 4 % Abweichung von den von Beyerdynamic angegebenen 40 h. Ohne ANC erreicht die Messung 57 h 20 min (Angabe: 60 h). Die Schnellladung stellt nach 15 Minuten über USB-C etwa 3 h 30 min Hörzeit bei aktiviertem ANC wieder her. Für 8 h Hörzeit sind etwa 35 Minuten Ladezeit erforderlich.

Ist der Beyerdynamic Aventho 100 für eine Tragezeit von mehr als zwei Stunden am Stück komfortabel?+

Drei morphologische Profile haben den Aventho 100 über längere Zeit getragen. Bei schmalem bis mittlerem Kopf (54-57 cm Kopfumfang) bleibt der seitliche Druck bis zu 2 h 30 min tolerierbar, mit einer Bügelkraft von geschätzt 4 bis 5 N. Bei breitem Kopf (60 cm) tritt ab 50 Minuten eine mechanische Beeinträchtigung auf. Das Tragen mit Brillengestellen von 5 mm Dicke verstärkt den Druck an den Schläfen und verschlechtert die akustische Abdichtung. Nach vier Stunden Dauerbetrieb unterscheidet sich die mechanische Ohrmüdigkeit deutlich von der auditiven Ermüdung. Der Marshall Major V weist eine ähnliche Einschränkung auf, mit einem steiferen Bügel und höherem Gewicht (240 g). Für ganztägige Telearbeit bleibt ein circumauraler Over-Ear physiologisch besser geeignet.

Funktioniert das Multipoint des Beyerdynamic Aventho 100 gut zwischen PC und Smartphone gleichzeitig?+

Das Multipoint Bluetooth 5.4 wurde bei 20 Umschaltungen zwischen einem PC unter Windows 11 und einem Android-Smartphone getestet. Die automatische Wiederverbindung funktioniert in 8 von 10 Fällen: Die zwei beobachteten Fehlschläge erforderten eine manuelle Trennung. Die Umschaltlatenz beträgt etwa 2 bis 3 Sekunden, für Büroanwendungen akzeptabel, jedoch bei einem eingehenden Anruf auf dem Smartphone während einer PC-Wiedergabe wahrnehmbar. Die Doppelverbindung bleibt während einer simulierten achtstündigen Telearbeitssitzung stabil, ohne spontane Unterbrechungen.

Sollte man den Beyerdynamic Aventho 100 oder einen Over-Ear-ANC-Kopfhörer mit vergleichbarem Budget im Jahr 2026 wählen?+

Die Wahl hängt vom hauptsächlichen Nutzungsszenario ab. Der Aventho 100 überzeugt durch Kompaktheit (klappbares Format, 220 g), gemessene Laufzeit (38 h 40 min bei aktiviertem ANC) und Codec-Kette (aptX Lossless, IP53) für den Kurzstrecken-Mobilitätsgebrauch, den täglichen Weg oder berufliche Reisen. Ein Over-Ear-ANC-Modell zu 199-229 €, wie der Sony WH-CH720N, bietet dank circumauraler Ohrpolster eine bessere passive Isolation und überlegenen Komfort bei langen Sitzungen (4 h und mehr), allerdings auf Kosten eines größeren Platzbedarfs. Für Langstreckenflüge oder ganztägige Telearbeit ist der Over-Ear vorzuziehen. Für den täglichen urbanen Mobilitätsgebrauch mit Priorität auf Laufzeit ist der Aventho 100 besser positioniert.

[02] · DETAILLIERTER VERGLEICH

Beyerdynamic AVENTHO 100 mit einem anderen Modell vergleichen

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01
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Beyerdynamic
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Mute-Zone-Note
Beyerdynamic AVENTHO 100
Beyerdynamic
Beyerdynamic AVENTHO 100
Audio
Mute-Zone-Note
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k. A.
k. A.
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Codecs
SBCAACaptX AdaptiveaptX Lossless
k. A.
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Hi-Res
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Geräuschunterdrückung
ANC
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Dämpfung
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Transparenzmodus
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Laufzeit
Laufzeit ANC an
40 h
k. A.
k. A.
k. A.
Laufzeit ANC aus
60 h
k. A.
k. A.
k. A.
Schnellladung
15 Min. → 15 h
k. A.
k. A.
k. A.
Konnektivität
Bluetooth
5.4
k. A.
k. A.
k. A.
Multipoint
Ja
k. A.
k. A.
k. A.
Raumklang
Nein
k. A.
k. A.
k. A.
Parametrischer Equalizer
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Verarbeitung und Komfort
Form
on-ear
k. A.
k. A.
k. A.
Gewicht
220 g
k. A.
k. A.
k. A.
Wasserschutz
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Preis
169
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